Samstag, 13. Juli 2002

1. Unwetter-Bilanz: Schaden auf 50 Mio. Euro geschätzt

  • In Salzburg, OÖ, NÖ war´s am schlimmsten

Verwüstungen durch Unwetter in Österreich vor rund einer Woche: Allein Zerstörungen durch Hagelschlag kosten die Versicherungen rund 30 Millionen Euro! Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vergleichszeitraum im Vorjahr. 70.000 Hektar Land wurden verwüstet. Besonders betroffen waren die Bundesländer Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich. In einer 1. Zwischenbilanz wird der Gesamtschaden auf 50 Millionen Euro geschätzt.

Das Ortszentrum von Thalgau im Flachgau stand 1,5 Meter unter Wasser! Die Fluten gelangten daraufhin bis in den Ortsteil Brunnbach. 150 Keller von Wohnhäusern sowie Geschäftslokale wurden unter Wasser gesetzt. Rund 30 Autos wurden weggeschwemmt oder an andere Fahrzeuge gedrückt.

In Tirol wurde das Unterland von den Unwettern in Mitleidenschaft gezogen. In Hopfgarten (Bezirk Kitzbühel) musste ein Wohnhaus wegen Erdrutschgefahr evakuiert werden. In Itter und Wörgl (Bezirk Kufstein) wurden mehrere Keller überflutet. Personen wurden dabei nicht verletzt.

Hochbetrieb hatte die Feuerwehr in Vorarlberg und Oberösterreich. Im Ländle wurde vor allem die Marktgemeinde Lustenau von einem schweren Unwetter heimgesucht. Der Sturm legte den Verkehr lahm, es mussten Straßensperren errichtet werden. Es gab auch Stromausfälle. Die Floriani-Jünger von Lustenau und den Nachbargemeinden Fußach, Höchst und Hard waren u.a. zum Auspumpen von über 150 überfluteten Kellern im Einsatz.

Auch das Innviertel war von den starken Regenfällen betroffen, mehrere Straßen wurden gesperrt. "Das Oberflächenwasser stand so hoch, dass normale Autos davongeschwommen wären", schilderte ein Feuerwehrmann.

13.7.2002 07:31