Freitag, 12. Juli 2002

Polizei und Gendarmerie kooperieren bei Ausbildung

  • Österreichweit neun Bildungszentren für Sicherheitsexekutive

Die gemeinsame Aus- und Fortbildung von Polizei und Gendarmerie ist nun österreichweit angelaufen. Nach Angaben des Innenministeriums wurde in allen neun Bundesländern jeweils ein Bildungszentrum der Sicherheitsexekutive (BiZS) eingerichtet.

Mit dieser Zusammenlegung will das Ministerium Doppelgleisigkeiten in der Aus- und Fortbildung der Sicherheitsexekutive beseitigen. Ab sofort sollen alle Polizei- und Gendarmeriebeamten gemeinsam für ihre Einsätze in diesen Zentren ausgebildet werden.

Organisatorisch sind die neuen Bildungszentren dem Innenministerium direkt unterstellt. Mit der Neuregelung der Aus- und Fortbildung werden aber auch Ressourcen frei. Bisher gab es in Österreich insgesamt 15 Gendarmerie- und Polizeischulen.

Räumlichkeiten, die mit der Zusammenlegung frei werden, stehen nun den neuen Außenstellen der Spezialeinheit Cobra zur Verfügung. Wie aus dem Innenministerium zu erfahren war, werden die nun vorerst provisorisch eingerichteten Zentren in den kommenden sechs Monaten adaptiert. Ab sofort werden aber schon alle neu beginnenden Aus- und Fortbildungen nach den neuen Lehrplänen in den Zentren abgehalten, so der Sprecher der Generaldirektion, Rudolf Gollia.

Über die Pläne für die Zusammenlegung der Ressourcen von Polizei und Gendarmerie war in den vergangenen Monaten heftig diskutiert worden. Mit der Novelle zum Sicherheitspolizeigesetz vom 12. Juni d.J. beschloss der Nationalrat unter anderem eine Neuordnung der Ausbildung der Sicherheitsexekutive. Nun wurden vom Innenministerium mit 1. Juli 2002 in allen Bundesländern dafür Bildungszentren eingerichtet.

12.7.2002 12:54