90-Jähriger überlebt 1.000 Bienenstiche
- Hobby-Imker stolperte im Bienenstock

Im Krankenhaus Kirchdorf liegt der 90-jährige Hermann Danner. Ohne Gesichtsschutzmaske stolperte er bei Imkerarbeiten in der Nähe seiner beiden Bienenstöcke und fiel mit dem Gesicht in einen Bienenstock. An die 1.000 Mal wurde er von den kleinen Insekten gestochen.
Der Imker wehrte sich am Boden liegend verzweifelt und zerdrückte etliche der Bienen. Dennoch war er über und über zerstochen: "Es war ein Kampf von zirka einer halben Stunde, aber zwecklos", erinnert er sich. Eine Nachbarin entdeckte den Mann, der sich kaum mehr rührte. Sie veranlasste seine Einlieferung in das Landeskrankenhaus Kirchdorf an der Krems.
Dort entfernten die Ärzte die Stachel aus der Haut des Pensionisten. Oberarzt Günther Watzl zählte an die 1.000 Bienenstiche. Für ihn grenzt es an ein Wunder, dass der Patient den Angriff überlebt hat: "In einem so hohen Alter können schon einige hundert Stiche tödlich sein." Auch der Allergie-Experte Primar Kurt Aigner vom Krankenhaus der Elisabethinen in Linz wundert sich. Er vermutet, der 90-Jährige habe überlebt, weil er eine hervorragende Konstitution besitzt. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte dürfte der Imker das Abenteuer ohne Folgeschäden überstehen.
In den kommenden Tagen wird Hermann Danner aus dem Krankenhaus Kirchdorf entlassen. Er will sich - nach eigenen Angaben - dann wieder voll seinen Bienen widmen.
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