Verbund: Konzernergebnis um 34% gesteigert
- Nach Ergebnisverbesserung Dividende erhöht
- EBIT mit 331 Mio. Euro über den Erwartungen

Der Verbund (Österreichische Elektrizitätswirtschafts AG) konnte 2002 seine Ergebnisse deutlich verbessern und will die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr um 12 Prozent von 1,25 auf 1,40 Euro je Aktie erhöhen.
Wie der börsennotierte Stromversorger am Mittwoch zu Beginn seiner Bilanz-PK bekannt gab, stieg das operative Ergebnis (EBIT) um 4,5 Prozent auf 331,1 Mio. Euro und lag damit erheblich über den Analystenerwartungen, die im Mittel 309 Mio. Euro prognostiziert hatten.
Der Gewinn vor Steuern legte um 6,9 Prozent auf 207,9 Mio. Euro zu, das Konzernergebnis kletterte sogar um 34,3 Prozent auf 154,9 Mio. Euro. Der Operative Cash-flow wuchs um 12,6 Prozent auf 315,1 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 23,0 Prozent auf 2,072 Mrd. Euro, die von der APA im Vorfeld befragten Analysten hatten 2,089 Mrd. Euro erwartet.
Trotz schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmens habe sich der Verbund, Österreichs größter Stromdienstleister, im Vorjahr sehr erfolgreich im europäischen Strommarkt positioniert und infolge der Preiserholung auf den internationalen Großhandelsmärkten sowie einer guten Wasserführung und Vertriebserfolgen im In- und Ausland Umsatz und Ergebnis deutlich verbessert, erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Vor dem Hintergrund der stagnierenden Konjunktur- und Verbrauchszahlen sei die Geschäftsentwicklung 2002 überaus positiv.
Gestützt auf eine Erholung der internationalen Großhandelspreise und eine um 11 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt liegende Wasserführung habe man sowohl im In- als auch im Auslandsvertrieb maßgebliche Erfolge erzielt. Im Absatz an heimische Landesgesellschaften und Geschäftskunden aber auch an ausländische Weiterverteiler seien teils zweistellige Zuwachsraten erzielt worden.
Die Kostenpositionen des Konzerns seien weiter gesenkt oder auf einem bereits tiefen Niveau gehalten worden, heißt es in einer Aussendung. Lediglich die Schäden aus den Hochwasserereignissen insbesondere im August sowie die Aufwendungen der Pensionskasse - verursacht durch die schwachen Kapitalmärkte - hätten belastend gewirkt.
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