Freitag, 5. Juli 2002

AUA-Chef Sörensen: Kooperation bringt Vorteile

  • "Auflagen sind einigermaßen hart"

Der Vorstandsvorsitzende der börsenotierten Austrian Airlines-Group, Vagn Sörensen, begrüßt die heute, Freitag, erteilte Genehmigung der EU für die Kooperation der Fluggesellschaften AUA und Lufthansa im Rahmen des Star Alliance-Bündnisses. Die Zusammenarbeit bringe den AUA-Kunden im Nachbarschaftsverkehr zwischen Österreich und Deutschland zahlreiche Vorteile.

"Die Auflagen der EU-Wettbewerbsbehörde sind einigermaßen hart, aber wenn damit ein fairer Wettbewerb gewährleistet wird, müssen wir dies akzeptieren. Wir erwarten, dass die EU den gleichen Maßstab nun auch in anderen vergleichbaren Fällen in der Luftfahrt anlegt", sagte Sörensen in einer ersten Stellungnahme. Gleiche Wettbewerbsbedingungen seien speziell in einer so hart umkämpften Branche wie der Zivilluftfahrt eine essenzielle Grundvoraussetzung für eine faire Entwicklung aller Marktteilnehmer.

AUA und LH sind schon in Star Alliance
Die enge Kooperation der beiden Star Alliance-Partner ermögliche die nachfragegerechte Abstimmung der Flugpläne in Bezug auf Anzahl und Flugzeiten der angebotenen Frequenzen, so die AUA. Weiters würden damit kurze Anschlusszeiten und eine wechselseitige Ticketakzeptanz der Fluggesellschaften möglich. Kunden können auch gemeinsame Lounges an Flughäfen nutzen sowie im Vielfliegerprogramm Miles & More Flugmeilen sammeln und ausgeben.

Die EU-Kommission hat die Kooperation zwischen AUA und Lufthansa nur unter einer Reihe von Auflagen genehmigt. Dazu zählt unter anderem die Verpflichtung, Mitbewerbern auf Antrag bis zu 40 Prozent ihrer Start- und Landerechte - so genannte "Slots" - auf der jeweiligen Österreich-Deutschland Route kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Des Weiteren verpflichten sich die Partner, dass sie beim Eintritt eines Mitbewerbers in eine Strecke ihre Frequenzanzahl auf dieser Verbindung zwei Jahre lang nicht erhöhen.

5.7.2002 13:13