Freitag, 5. Juli 2002

EU: O.K. zu Kooperation zwischen AUA und Lufthansa

  • Bedenken der Kommission "erfolgreich zerstreut"

Die Europäischen Kommission hat die geplante Zusammenarbeit zwischen der Austrian Airlines-Gruppe (AUA) und Lufthansa genehmigt. Die beiden Airlines hätten die Bedenken der EU-Kommission "erfolgreich zerstreut", heißt es aus Brüssel.

Die Bedenken bezogen sich vor allem auf eine befürchtete mangelnde Auswahlmöglichkeit für Passagiere auf den Strecken zwischen Österreich und Deutschland und mögliche höhere Preise auf diesen Verbindungen, die durch eine "Quasi-Monopolstellung" entstehen könnten.

Freiwillige Verpflichtung
In monatelangen Verhandlungen zwischen den Fluggesellschaften und der Kommission haben sich AUA und Lufthansa zu einer Reihe von Auflagen verpflichtet, um die Bedenken der Kommission zu zerstreuen. Dazu zählen die Abgabe von Start- und Landerechten (slots) an neue Mitbewerber, die Einbeziehung dieser Fluggesellschaften in das gemeinsame Vielfliegerprogramm Miles & More sowie gewisse Regelungen zum Schutz der neuen Mitbewerber.

Die Kommission hat die Zusammenarbeit rückwirkend per 10. Dezember 1999 genehmigt und bis 31. Dezember 2005 befristet. Die Zusammenarbeit von AUA und Lufthansa steht in Zusammenhang mit dem Beitritt zum Luftfahrtbündnis Star Alliance, dem die AUA-Gruppe - AUA, Tyrolean Airways, Lauda Air und Rheintalflug - seit März 2000 angehört.

5.7.2002 12:37