FORMAT: Krise in Österreichs Telekom-Landschaft
- Kaum ein Konkurrent der TA schreibt schwarze Zahlen
- Telekom geht in die Offensive

Verdrängen um jeden Preis: Cybertron ist insolvent, European Telecom gibt auf, die UTA denkt an Redimensionierung: Die Marktbereinigung in Österreichs Telefon-Landschaft geht in die heiße Phase. Marktführer Telekom Austria reibt sich schon die Hände.
Es geht Schlag auf Schlag: Der Fall des einstigen Börsenlieblings Cybertron, der vor wenigen Tagen beim Wiener Handelsgericht den Ausgleich anmelden mußte,
ist nur die Spitze des Eisberges. Nach der Liberalisierung des Telefonmarktes stehen heute die meisten alternativen Anbieter mit dem Rücken zur Wand. Der Markt wird Schlag auf Schlag zu einem Schlachtfeld. Ein einziger Herausforderer der Telekom Austria, Tele2, schreibt
derzeit schwarze Zahlen.
Telekom Austria in der Offensive
Ein Ende der Marktbereinigung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Ex-Monopolist Telekom Austria (TA), der durch die Fälligstellung eines Kredits auch die Cybertron-Insolvenz auslöste, hat zur Offensive geblasen, um sich Festnetzanteile zurückzuholen. TA-Chef Heinz Sundt erklärte zuletzt das umstrittene neue Logo des Konzerns so: Es drücke aus, dass die Telekom Austria der einzige verlässliche Telefonbetreiber im Land sei.
Angriff der UTA
Auch die UTA, die immerhin auf 420.000 Kunden und 235 Millionen Euro Umsatz kommt, setzt nun trotz ihrer eigenen Probleme alles daran, die kränkelnde Konkurrenz auszubooten. Wir wollen unsere Chancen durch den Wegfall Dritter nutzen. Auch wir sind klar aufs Verdrängen ausgerichtet, erklärt UTA-Präsident Hönlinger.
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