Daimler-Chrysler stellt Autoproduktion in Österreich ein
- Mehr als 2.000 Menschen verlieren ihren Job - vorläufig!
- 12 Monate Lohnfortzahlung in neuer Arbeitsstiftung

Der Autokonzern Daimler-Chrysler stellt seine Autoproduktion in Österreich ein - der letzte "PT Cruiser" lief gestern vom Band, der letzte "Voyager" wird heute im "Eurostar-Werk" gefertigt. Schon in zwei Monaten soll der "Voyager" aber im direkt benachbarten Magna-Steyr-Werk hergestellt werden - im Auftrag von Chrysler. Die überzähligen Arbeiter kommen in eine neuartige Arbeitsstiftung.
Schon Montag Früh werden 800 der 2.000 Chrysler-Mitarbeiter statt im Eurostar-Werk im unmittelbar benachbarten Magna-Steyr-Werk arbeiten. Der "Voyager", der noch bis heute im Eurostar-Werk produziert wird, soll schon in zwei Monaten bei Magna-Steyr im Auftrag von Daimler-Chrysler produziert werden.
Schon am Montag wird damit begonnen, die Maschinen im Eurostar-Werk abzubauen, um sie großteils im Werk von Magna-Steyr wieder aufzustellen.
Einzigartige Arbeitsstiftung
Aber nicht nur jene 800, sondern auch die restlichen 1.200 Eurostar-Mitarbeiter müssen vorerst keine Angst um ihre Zukunft haben. Sie kommen in eine von Daimler-Chrysler, AMS und dem Land Steiermark finanzierte Arbeitsstiftung.
12 Monate Lohnfortzahlung
Sie bekommen zwölf Monate lang das gleiche Geld wie bisher - Höchstverdiener ausgenommen - und können sich in dieser Zeit weiterbilden und schulen lassen.
Aus Eurostar wird Magna-Eurostar
Das Eurostar-Werk wird unterdessen umgebaut. Schon im kommenden Jahr soll dort das Saab Cabrio vom Band laufen. Die dazu nötigen Arbeiter werden vor allem Leute aus der Daimler-Chrysler-Arbeitsstiftung sein. In drei Jahren wird dann die Produktion des BMW X3 anlaufen. Dann wird man im umgebauten neuen Magna-Eurostar-Werk sogar deutlich mehr als jene 1.200 Arbeitskräfte benötigen, die jetzt in eine Zwangspause gehen.
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