Mittwoch, 3. Juli 2002

Österreicher als Anleger: Sicherheit an oberster Stelle

  • Bausparvertrag und Sparbuch am beliebtesten

Wenn die Österreicher Geld haben, das sie auf die Seite legen können, dann steht für sie Sicherheit an oberster Stelle. Deshalb sind nach wie vor Bausparen und das Sparbuch die beliebtesten Anlageformen.

Das ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Spectra". Gold hat demnach wieder an Attraktivität gewonnen.

Absicherung des Vermögens
Insgesamt 1.026 für die Gesamtbevölkerung repräsentativ ausgewählte Personen haben die Meinungsforscher zum Thema Geldanlage befragt. Für die große Mehrheit - 56 Prozent - soll sie zur Absicherung des Vermögens dienen. Das Ziel "Geldverdienen" ist gegenüber einer vergleichbaren Umfrage im Vorjahr um fünf Prozentpunkte auf 19 Prozent abgesackt.

Bausparen bleibt top
Die beste Form der Geldanlage ist für die meisten Befragten (48 Prozent) - wie schon in den vergangenen Jahren auch - das Bausparen. 37 Prozent sind der Meinung, dass ihr Geld am besten auf einem Sparbuch aufgehoben ist. Das bedeutet ein Plus von drei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr und nicht weniger als 20 Prozent gegenüber 1999. Vor allem ältere und weniger kaufkräftige Menschen vertrauen dem Sparbuch am meisten. Doch auch in finanziell besser gestellten und jüngeren Bevölkerungskreisen steht das "Büchl" in einem vergleichweise guten Ruf. Lebensversicherungen werden von 31 Prozent der Befragten geschätzt, Anleihen von 15 Prozent.

Gold wird interessanter
Gold glänzt nicht mehr so gut wie früher, weist aber steigende Tendenz auf: 1996 hatten noch 30 Prozent eine Geldanlage in Gold attraktiv gefunden, im Vorjahr waren es nur noch sechs Prozent. Jetzt sind es aber wieder elf Prozent. Mit dieser Zunahme um fünf Prozentpunkte ist Gold auch der größte Gewinner bei der Spectra-Umfrage.

Aktien sind unbeliebt
Die größten Verlierer sind - mit einem Verlust von fünf Prozentpunkten auf 13 Prozent - die Aktien. Vor zwei Jahren hatte noch ein Viertel der Bevölkerung Aktien als lukrative Geldanlageform eingeschätzt. Auch Immobilien haben langfristig verloren - von 48 Prozent im April 1998 auf aktuell nur noch 26 Prozent. Fonds haben zuletzt drei Prozentpunkte verloren und werden nun von 24 Prozent als attraktiv eingeschätzt.

Das geringste Interesse finden laut Umfrageergebnis Geldanlagen in Kunst, Schmuck und Antiquitäten (fünf Prozent Nennungen), in Unternehmensbeteiligungen (drei Prozent) und in Devisen (zwei Prozent).

3.7.2002 11:54