Mittwoch, 3. Juli 2002

Hewlett-Packard baut in Europa 5.900 Stellen ab

  • Weltweit 15.000 Jobs verloren

Das dicke Ende kommt am Schluss: Der Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) will nach der Fusion mit Compaq in Europa 5.900 von 46.000 Jobs streichen! Die genauen Zahlen sollen nächste Woche vorliegen. Der Stellenabbau sei notwendig, um das neue Unternehmen wettbewerbsfähig zu machen, heißt es.

Weltweit sollen 15.000 Jobs gestrichen werden. Bei den meisten Kunden, Partnern und Analysten ist das Echo auf den Zusammenschluss von HP und Compaq sehr positiv. "Wir haben einen sehr starken und schnellen Start hinbekommen." In allen Geschäftsbereichen haben Integrationsteams ihre Arbeit aufgenommen, der Produkt-Fahrplan für die nächsten drei Jahre steht fest.

Ländergesellschaften von HP und Compaq - z.B. in Deutschland - sollen erst nach Abschluss des laufenden Geschäftsjahres 2001/2002 (31.10.) zusammengeführt werden. Bis dahin werde eine auf beiden Seiten identische Geschäftsführung das neue Unternehmen lenken. In Deutschland beschäftigt HP bisher 5.900 Mitarbeiter und Compaq 2.600.

HP-Compaq
Der neue Computerriese - in Österreich die Nummer zwei hinter IBM - will in Österreich heuer mit knapp 900 Mitarbeitern 700 Mill. Euro umsetzen (390 Mill. Euro entfallen auf HP, 310 Mill. Euro auf Compaq). Mit einem Personalabbau in großem Ausmaß in Österreich rechnet man nicht, allerdings könnten "in kleineren Bereichen" Stellen gekürzt werden.

Genaue nationale Zahlen noch unbekannt
Der Stellenabbau auf europäischer Ebene kann nicht einfach anteilsmäßig auf die einzelnen Länder übertragen werden. Jede Sparte wird geprüft. Voraussagen über die Zahl der Streichungen in den einzelnen Ländern sind daher noch nicht möglich.

3.7.2002 11:03