Ökopunkte-Reduktion: Transitforum freut sich nicht
- Befürchtet: Druck der EU-Länder auf die Kommission

Die Ökopunkte für 2002 sind vorläufig um rund eine Million gesenkt worden - für das Transitforum Austria-Tirol (tfA) ist das aber kein Grund zur Euphorie. Immerhin darf man davon ausgehen, dass die EU-Mitgliedstaaten Druck auf die Kommission ausüben werden, um ihre einbehaltenen Ökopunkte doch noch zu kassieren.
Eine eingeleitete Klagsvorbereitung von Infrastrukturminister Mathias Reichhold habe unter anderem dazu beigetragen, dass auf Kommissionsebene "der Ernst der Lage" erkannt worden sei, sagt tfA-Chef Fritz Gurgiser.
Nicht verbieten - um Verständnis werben!
Nun gelte es für Reichhold für die Maßnahmen der Kommission am kommenden Freitag im Gespräch mit seinen deutschen und italienischen Kollegen um Verständnis zu werben. Es gehe nicht darum, den Nachbarländern die Durchfahrt durch Österreich zu verbieten, sondern den Verkehr den Bedingungen dieses "sensiblen Raumes" anzupassen.
Die Mitgliedstaaten der Gemeinschaft müssten sich damit abfinden, dass die Zeit des "unbegrenzten Straßengüterverkehrs durch die Alpen" vorbei sei, erklärte der tfA-Chef. Es sei besser, dieser Realität jetzt in die Augen zu sehen. Denn die Alternative wäre z.B. eine "unverlässliche und durch Bürgerproteste außer Kraft gesetzte Brenner- oder Tauernroute".
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