Gericht hebt Arrestbeschluss für Babcock-Gelder auf
- Hürde auf dem Weg zur Sanierung des Konzerns beseitigt
Das Kölner Landgericht hat einen Arrestbeschluss für Zahlungen in Höhe von 143 Mill. Euro gegen den finanziell angeschlagene Babcock-Konzern zum größten Teil aufgehoben. Das teilte das Oberhausener Unternehmen am Dienstag mit.
In Arrest genommen blieben von der Summe aber 25 Mill. Euro, hieß es weiter. Mit diesem Beschluss sei eine weitere Hürde auf dem Weg zur Sanierung des Babcock-Konzerns beseitigt. Zuvor hatten schon die Mitarbeiter einen finanziellen Hilfsbeitrag von 50 Mill. Euro beschlossen.
Mit dem nunmehr verkleinerten Arrest belegt das Gericht Babcock-Gelder, die im Zusammenhang mit der Kölner Schmiergeldaffäre um die Müllverbrennungsanlagen möglicherweise unzulässig als Gewinne vereinnahmt worden waren.
Babcock braucht nach früheren Angaben aktuell rund 200 Mill. Euro, davon rund 50 Mill. Euro für Gehälter, die bis zum 3. Juli gezahlt werden müssen.
Die seit Bekanntwerden der Schieflage stark unter Druck stehende Babcock-Aktie sackte am Dienstag bis Mittag um weitere gut 13 Prozent auf 0,90 Euro ab.
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