EU hat Bedenken bei Air France/Alitalia-Allianz
- Höhere Ticketpreise vor allem auf Strecke Rom & Mailand?
- EU-Entscheidung über AUA/Lufthansa in Kürze

Die EU-Kommission hat schwere Bedenken bei der geplanten Allianz von Air France und Alitalia. Wegen der fehlenden Konkurrenz seien vor allem auf den Strecken von Paris nach Rom und Mailand höhere Ticketpreise zu befürchten. Um eine ähnliche Reaktion aus Brüssel im eigenen Fall zu vermeiden, verpflichten sich AUA und Lufthansa vor ihrer Allianz zu umfangreichen Auflagen.
Air France und Alitalia sind nach dem Statement der EU-Kommission aufgefordert, in Kontakt mit Brüssel zu treten und Lösungsvorschläge vorzulegen.
Die im November 2001 zur Genehmigung angemeldete Allianz zwischen Alitalia und Air France trage zwar wegen der besseren Verkehrsverbindungen und den mit ihr verbundenen Einsparungen und Synergien "zum technischen und wirtschaftlichen Fortschritt" bei, verringere aber den Wettbewerb auf wichtigen Strecken zwischen Frankreich und Italien "zum Schaden der Passagiere" massiv, betonte die EU-Kommission.
AUA und Lufthansa verpflichten sich zu Auflagen
Ähnliche wettbewerbsrechtliche Bedenken wie nun bei der beabsichtigten Allianz von Air France und Alitalia hatte die EU-Kommission vor Monaten bei der Kooperation zwischen Austrian Airlines (AUA) und Lufthansa nach dem Beitritt der AUA zur Star Alliance geäußert. Eine endgültige Entscheidung über die AUA/Lufthansa-Allianz werde es "in Kürze" geben, sagte die Sprecherin von Wettbewerbskommissar Mario Monti, Amelia Torres, heute vor Journalisten. Einen genauen Zeitpunkt dafür kann sie aber nicht nennen.
In monatelangen Verhandlungen zwischen den Fluggesellschaften und der Kommission haben sich AUA und Lufthansa nun zu einer Reihe von Auflagen verpflichtet. Dazu zählen die Abgabe von Start- und Landerechten (slots) an neue Mitbewerber, die Einbeziehung dieser Fluggesellschaften in das gemeinsame Vielfliegerprogramm Miles & More sowie gewisse Regelungen zum Schutz der neuen Mitbewerber. Die EU-Kommission beabsichtigt daher früheren Aussagen zufolge, für diese Kooperation nun grünes Licht zu geben.
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