OPEC-Öl wieder deutlich teurer
- Zuletzt 24,82 Dollar je Fass
- Sinkender Dollar-Kurs könnte Benzinpreise wieder hoch treiben
Öl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist wieder deutlich teurer geworden. Ein Barrel (159 Liter) habe in der vergangenen Woche 24,55 Dollar nach 23,96 Dollar in der Woche davor gekostet, berichtete das OPEC-Sekretariat in Wien.
Zuletzt kostete OPEC-Öl am Freitag 24,82 Dollar/Barrel nach 24,71 Dollar am Donnerstag.
Im Mai hatten für diese Menge 24,76 Dollar und im vergangenen Jahr durchschnittlich 23,12 Dollar gezahlt werden müssen. Das Kartell strebt einen Richtpreis zwischen 22 und 28 Dollar an. Da sich die Ölpreise aus Sicht der OPEC positiv entwickeln, hatten die Erdölminister des Kartells in der vergangenen Woche in Wien die Beibehaltung der Fördermengen beschlossen.
Mittlerweile ist der OPEC-Ölpreis seit Mitte vorvergangener Woche ohne Unterbrechung kontinuierlich angestiegen. Von 23,81 Dollar je Barrel am 19. Juni legte er bis zum vergangenen Freitag in kleinen Schritten bis auf 24,82 Dollar zu. Im Monat Juni hatte der Ölpreis des Kartells erstmals am 17. Juni die 24-Dollar-Marke übersprungen, nachdem er in der ersten Juni-Hälfte meist zwischen 22,60 und 23,90 gelegen war.
Die Tricks der Ölkonzerne
Was man bei diesen Berechnungen nicht vergessen darf: Es handelt sich um eine Schein-Verteuerung. Tatsächlich ist nämlich nicht der Wert des Öls gestiegen, sondern der des Dollar gesunken. Aber das ändert nichts: Trotzdem werden die Mineralölfirmen wohl die Gelegenheit nutzen, um bald wieder die Benzinpreise hochzutreiben.
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