Montag, 1. Juli 2002

Österreichs Tourismus gut in den Sommer gestartet

  • Nächtigungen im Mai um 14 Prozent gestiegen
  • Verstärktes Aufkommen der Auslandsgäste

Österreichs Tourismusbranche ist nach der guten Wintersaison mit einem zweistelligen Zuwachs in den Sommer gestartet. Die Zahl der Nächtigungen stieg im Mai 2002 nach vorläufigen Zahlen um 14,1 Prozent auf rund 6,4 Millionen (Mai 2001: plus 9,7 Prozent).

Wie die Statistik Austria mitteilte, war diese Entwicklung fast zur Gänze vom Ausländertourismus (plus 22,5 Prozent; plus 761.000 Übernachtungen) und nur zu einem kleinen Teil von den Inländernächtigungen (plus 1,7 Prozent; plus 38.500 Übernachtungen) getragen.

Viele Feiertage, viele Gäste
In einer Aussendung begründet die Statistik Austria den Nächtigungszuwachs im Mai unter anderem mit der hohen Feiertagsdichte (Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Fronleichnam), aber auch mit dem wie bereits im Vorjahr in diesem Monat stattgefundenen GTI-Treffen in Kärnten sowie dem Formel-1-Lauf in der Steiermark.

Die Übernachtungen in Hotelbetrieben mit vier und fünf Sternen nahmen im Mai um 11,6 Prozent zu. In 3-Stern-Hotels stiegen sie um 9,4 Prozent, in 2- und 1-Stern-Betrieben um 13,5 Prozent. Auch bei den Privatquartieren (plus 25,1 Prozent) und den privaten Ferienhäusern/-wohnungen (plus 36,0 Prozent) fiel die Nächtigungsbilanz positiv aus. Die Gästezahl (Ankünfte) nahm um insgesamt 13,1 Prozent (Mai 2001: plus 9,0 Prozent) zu, wobei die Inländerankünfte um 6,9 Prozent und jene der Ausländer um 17,1 Prozent anstiegen.

Weniger Angelsachsen, mehr Sachsen
Unter den für den heimischen Tourismus wichtigsten Herkunftsländern stieg die Zahl der Nächtigungen bzw. Ankünfte von Gästen - mit Ausnahme der USA (minus 23,4 bzw. minus 26,9 Prozent) und Großbritannien (minus 5,7 bzw. minus 6,9 Prozent) - aus Deutschland (plus 33,5 bzw. plus 29,3 Prozent), den Niederlanden (plus 23,4 bzw. plus 19,5 Prozent), Italien (plus 12,2 bzw. plus 9,5 Prozent), der Schweiz (plus 12,7 bzw. plus 15,0 Prozent) und Frankreich (plus 25,5 bzw. plus 17,3 Prozent).

Ausnahmslos gab es auch im heurigen Jahr in allen neun Bundesländern Nächtigungszuwächse, diesmal zwischen plus 1,8 Prozent in Wien und plus 26,9 Prozent in Vorarlberg. Tirol und Vorarlberg konnten mit plus 25,7 bzw. plus 26,9 Prozent ihr Vorjahresergebnis mehr als verdoppeln. Salzburg konnte mit einem Nächtigungsplus von 15,2 Prozent rund 5 Prozentpunkte dazugewinnen. In Kärnten konnte - trotz eines Nächtigungszuwachses von rund 30,0 Prozent im Mai 2001 - auch heuer eine Zunahme um 20,9 Prozent verzeichnet werden. Das Burgenland steigerte sich von plus 3,0 Prozent im Vorjahr auf plus 25,6 Prozent im Mai 2002. In Oberösterreich lag das Plus bei 15,2 Prozent, in Niederösterreich bei 8,3 Prozent und in der Steiermark bei 5,6 Prozent.

Für das bisherige Kalenderjahr 2002 (Jänner bis Mai) liegen rund 51,5 Millionen Übernachtungen vor, um 2,5 Prozent bzw. 1,3 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum (Ankünfte: plus 3,6 Prozent). Die Nächtigungszunahme war vor allem auf das vermehrte Kommen der deutschen (plus 2,8 Prozent; Ankünfte: plus 4,2 Prozent), der holländischen (plus 4,9 Prozent; Ankünfte: plus 6,9 Prozent), der britischen (plus 8,9 Prozent; Ankünfte: plus 8,8 Prozent) und der Schweizer Gäste (plus 8,3 Prozent; Ankünfte: plus 8,8 Prozent) zurückzuführen.

Im nächtigungsstärksten Bundesland Tirol (21,1 Millionen Nächtigungen) wurden um 2,3 Prozent mehr Übernachtungen gezählt, aber auch in den Bundesländern Salzburg (plus 3,7 Prozent), Vorarlberg (plus 1,6 Prozent), Steiermark (plus 2,4 Prozent), Kärnten (plus 2,4 Prozent), Oberösterreich (plus 2,3 Prozent), Wien (plus 1,2 Prozent) und Burgenland (plus 9,3 Prozent) lagen Zuwächse vor. Ein Nächtigungsminus von 1,8 Prozent verzeichnete in den ersten fünf Monaten 2002 lediglich Niederösterreich.

1.7.2002 10:21