Athletiker besiegten Lokalrivalen Sturm mit 3:0
- GAK bestätigte sich im Supercup als Austria-Herausforderer
- Sturm-Coach Osim von Leistung verärgert
So zornig wie am Samstag Abend hat man Ivica Osim selten gesehen. Der Trainer von Sturm Graz hatte im Grazer Schwarzenegger-Stadion beim traditionellen Saisonauftakt der Fußball-Bundesliga, dem T-Mobile-Supercup, eine regelrechte Demontage seiner Elf durch den Lokalrivalen GAK mitansehen müssen. Der GAK feierte nach dem 3:2-Erfolg im Cupfinale mit einem klaren 3:0 (1:0) den zweiten Derby-Erfolg innerhalb weniger Wochen und empfahl sich drei Tage vor Meisterschaftsbeginn als erster Herausforderer von Titelfavorit Austria Wien.
"Zirkusreif, fürchterlich anzusehen", schimpfte Osim über die Leistung von Sturm, die Klubpräsident Hannes Kartnig mit böser Miene auf der Tribüne mitverfolgt hat. Die Stürmer Haas, Amoah und später auch Szabics zeigten wenig Durchschlagskraft, im Mittelfeld gab es nach dem Abgang von Ivica Vastic wenig Kreativität, Neuzugang Jerzy Brzeczek fehlte noch die Anbindung an seine neuen Kollegen, die Abwehr erwies sich nicht als sattelfest.
Osim muss überlegen
Osim hat vier Tage Zeit zu überlegen, "was man nach dem Katastrophenspiel ändern kann". Nicht viel, glaubt er, denn die Alternativen seien dünn gesät. Mählich, Rojas oder der eingewechselte Strafner könnten am Mittwoch gegen Rapid im Mittelfeld ihre Chance bekommen, Wetl wird wegen einer Schulterverletzung, die er sich bei einem Foul von Ramusch zugezogen hat, gegen seinen Ex-Klub sicher fehlen. "Gegen Rapid wird es eine andere Mannschaft, ein anderes Spiel geben", ist Osim aber überzeugt und meint weniger die Aufstellung als die Einstellung.
Gratulationen für den GAK-Coach
Gratulationen von seinem Präsidenten durfte dagegen GAK-Coach Thijs Libregts entgegen nehmen. "Es ist großartig, zwei Mal in so kurzer Zeit gegen Sturm zu gewinnen. Der Sieg bedeutet viel, gibt Selbstvertrauen für den Start", meinte Vereinsboss Rudi Roth.
Libregts bleibt vorsichtig
Libregts allerdings sieht die Sache vor dem ersten Spiel gegen Bregenz etwas anders. "Vor allem in der ersten Hälfte war ich nicht zufrieden, da waren wir zu leichtsinnig. Sturm hat das aber nicht nützen können. Aber wie heute Sturm gespielt hat, wird Bregenz nicht spielen", erklärte der Niederländer. Sein Assistent Christian Keglevits jedenfalls ist zum UIC-Spiel von Bregenz in Turin gegen Torino zur Beobachtung angesagt.
Verstärkung für den GAK
Libregts erhält gegenüber dem Supercup-Spiel jedenfalls Verstärkung. Am Samstag Nachmittag sind die Spielgenehmigungen für die Neuzugänge Halmosi und Hastings eingelangt, jene für Czinege soll rechtzeitig folgen. Grund für Umstellungen hat der GAK-Coach aber ohnehin nicht.
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