T-Mobile-Bundesliga startet in "rosige" Zukunft
- Kornhoff neu im Bundesliga-Vorstand, Nachbagauer bleibt

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Die Vorbereitung der 10 Klubs
Die österreichische Fußball-Bundesliga sieht trotz des Tirol-Desasters und finanzieller Einschränkungen vieler Vereine in eine "rosa Zukunft". Die Farbe Magenta prägt durch die Namensänderung des Hauptsponsors von max.- zu T-Mobile-Bundesliga das neue Erscheinungsbild der Liga, die am kommenden Dienstag um 19:30 im Horr-Stadion mit der Partie des Titelfavoriten Austria Wien gegen SV Ried angepfiffen wird. Hinter den Kulissen war zuletzt aber nicht alles eitel Wonne.
Bei einer Aufsichtsratssitzung der Bundesliga wurde dem Geschäftsführer Reinhard Nachbagauer mit Thomas Kornhoff einstimmig ein neues Vorstandsmitglied zur Seite gestellt. Nachbagauer hatte Bundesliga-Präsident Frank Stronach darauf hin die Vertrauensfrage gestellt ("Willst du mich loswerden?"), wird nun aber seinen bis Februar 2003 laufenden Vertrag erfüllen.
"Ich habe großen Respekt vor Reinhard, ich will auch in Zukunft mit ihm zusammen arbeiten. Aber wir haben Strukturprobleme, so eine große Firma darf nicht von einem allein geführt werden. Die Aufgabenverteilung müssen wir aber noch besser definieren. Wir werden unsere Unterwäsche aber nicht in der Öffentlichkeit waschen", meinte Stronach diplomatisch.
Stronach: Tirol-Ende "ist schade"
Der Liga-Boss strahlt unverändert Zuversicht aus. "Dass Tirol weg ist, ist schade. Der ganze Fußball hat ein Problem, es wurden viele Fehler gemacht. Wir werden Jahre brauchen, bis wir uns aus diesem Loch heraus arbeiten. Ich bin aber überzeugt, dass wir in acht, zehn Jahren wieder ernsthaft in der Welt mitspielen können", sagt er und plädiert wieder einmal für eine forcierte Nachwuchs-Förderung. Die von Stronach hoch geförderte Austria, die mit einem Mammut-Einkaufsprogramm aufgerüstet hat, hat aber einen anderen Weg vor Augen. "Österreich soll zumindest einen Verein haben, der in Europa vorne mitspielen kann. Ich gebe halt Geld in die Austria rein, damit wir das machen können. Geschäft ist das keines", so Stronach.
Zufriedener Rückblick auf 2001/02
Mit einem zufrieden stellenden Rückblick und einem optimistischen Ausblick stimmte Nachbagauer die Öffentlichkeit auf die bevorstehende Saison ein. Die Zuschauerzahlen in der abgelaufenen Meisterschaft sind mit 916.582 gegenüber der Vorsaison (920.038) fast gleich geblieben, die ORF-Sendung Bundesliga hat die Einschaltquoten um zwölf Prozent von durchschnittlich 279.000 auf 312.000 Zuseher steigern können.
Sturm Graz beim Werbewert voran
Hauptsponsor max.mobil erzielte einen Werbewert von 13 Mio. Euro, die zehn Hauptsponsoren der Erstligisten zusammen über 36,2 Mio. Euro, was gegenüber der Saison 2000/01 (31,6) eine kräftige Steigerung von 14,38 Prozent bedeutet. Den höchsten Werbewert erzielte Puntigamer (Sturm Graz) mit 5,5 Mio. Euro.
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