Jaguar im Leerlauf - Verbesserungen greifen nicht
- Niki Lauda: "Besser aber nicht so gut wie erwartet".
- Gerüchte um Fahrerwechsel - Muss auch Lauda gehen?

·WM-Endstand
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Jaguar bleibt auch mit neuem Auto chancenlos. Das Modell R3b brachte im Test nur eine Verbesserung um eine Zehntelsekunde. Jaguar-Chef Lauda will die Datenauswertung abwarten. Es kursieren Gerüchte um seine Ablöse. Nach dem Rennen am Nürburgring dementierte Lauda noch. Wenn sich jetzt keine deutlichen Verbesserungen einstellen, dürften seine Tage bei Jaguar aber gezählt sein. Auch Irvine und de la Rosa müssen um ihren Arbeitsplatz bangen.
Mit Cosworth-Motoren, dem erfahrenen Eddie Irvine als Piloten und dem dreifachen Weltmeister Niki Lauda als Motorsportchef setzte Jaguar vor der Saison auf Nummer sicher. Dachten sie jedenfalls. Statt einen Sprung nach vorn zu machen und Anschluss an das solide Formel-1-Mittelfeld zu finden, blamierte sich die britische "Raubkatze" jedoch wo es ging.
Modell R3 überarbeitet
Schwachpunkte waren vor allem Haltbarkeit und Bodenhaftung. Teamchef Lauda ordnete deshalb eine gründliche Überarbeitung des Modells R3 an. Die ersten Testfahrten des überarbeiteten Jaguar verliefen aber wenig vielversprechend. Das Auto wurde zwar gutmütiger aber kaum schneller. Vor allem Elektronikprobleme bremsten den neuen Wagen. Nach der zweimonatigen Modifizierung des Jaguar im neuen Windkanal hatten sich die Grünen in Barcelona etwa eine Sekunde Zeitgewinn gegenüber dem Vorgänger ausgerechnet. Es dürfte am Ende doch nur eine halbe Sekunde sein.
Entäuschung nach ersten Testfahrten
Am Dienstag feierte das Auto seine Premiere auf dem Ford-Testgelände in Lommel. Anschließend wurde der R3 zum ersten ernsthaften Test nach Barcelona verfrachtet. Eddie Irvine drehte zunächst im bisherigen R3-Chassis seine Runden und kam auf eine Bestzeit von 1:20,085 Minuten. Im neuen Auto, das über neue Flügel, einen modifizierten Unterboden inklusive Diffusor und eine geänderte Hinterradaufhängung verfügt, gelang dem Iren danach lediglich eine Verbesserung von einer Zehntelsekunde auf 1:19,911 Minuten.
Niki Lauda: "Besser aber nicht so gut wie erwartet". Der Österreicher wandte ein, dass man erst die Datenauswertung abwarten müsse.
Kommen neue Fahrer?
Von Fahrer Eddi Irvine hört man indes Widersprüchliches. Einerseits lobt er den modifizierten Wagen andererseits hört man Sätze wie: „Ich bin nicht mehr so interessiert daran, Formel 1 zu fahren. Mir würde es nichts machen, auszusteigen."
Mit nur drei Punkten in der Konstukteurswertung gehen Experten tatsächlich von einem baldigen Fahrerwechsel beim britischen Team aus. Mark Webber soll von Minardi kommen, Jenson Button von Benetton.
Was die Umstrukturierungen tatsächlich bringen wird sich erst nach dem Grand Prix in Silverstone am kommenden Wochendende zeigen.
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