RTL- und SG-Herren-Quartett trainiert in Heiligenbrunn
- Alternative Trainingsmethoden

Das ÖSV-Quartett Hans Knauss, Stephan Görgl sowie die aus dem Europacup ins Team gestoßenen Newcomer Thomas Graggaber und Hannes Reichelt aus der RTL-Super-G-Gruppe arbeitet in dieser Woche im burgenländischen Heiligenbrunn an seiner Kondition. Der dafür zuständige Toni Beretzki hat ein abwechslungsreiches Programm zusammen gestellt, dass gegen die Monotonie ankämpfen soll. Stephan Eberharter trainiert nach den Beretzki-Plänen zu Hause im Zillertal, Hermann Maier verfolgt vorläufig noch sein Obertauern-Programm und Christoph Gruber musste wegen einer Allergie absagen.
Eine Hindernisbahn in der Kaserne von Güssing mit zusätzlichen koordinativen Varianten ist beispielsweise eine der alternativen Trainingsmethoden des Burgenländers. Es wird auch nicht nur gelaufen, sondern es stehen auch Ballspiele, Beachvolleyball oder ein "Gaudi-Triathlon" mit Bewerben wie "Flossen laufen" u.a. auf dem Terminplan. Auf Grund des Vorjahrserfolgs sei man wieder gerne in die Thermenregion zurück gekehrt, so Cheftrainer Toni Giger, auch wenn die Temperaturen heuer besonders heiß sind.
Mit von der Partie ist auch der neue Trainer der Abfahrts-Super-G-Truppe, Walter Hubmann, der 1997 im Damenteam engagiert war und nach fünf Jahren wieder in der immer größer werdenden ÖSV-Funktionärsriege arbeitet. "Es ist eine Herausforderung und war ein großes Ziel zurückzukommen und mit der starken Herrenmannschaft zu trainieren", meinte Hubmann am Mittwoch in Heiligenbrunn.
Mit Co-Trainer Hans Trinker und der alpinen Teamärztin Brigitte Auer wird die ÖSV-Delegation größer denn je sein, wenn die Verletzten wieder integriert werden. Der Trip ins Burgenland bedeutet den letzten Kurs, bevor es am 20. Juli in Zermatt wieder auf Schnee geht und ehe danach die Reise nach Chile ansteht. Das Damen- und Herrenteam fliegt nach Portillo, von wo derzeit eine Schneehöhe von wohl ausreichenden 5,80 Metern (!) gemeldet werden. Die Slalom-Herren werden Mitte Juli nach Neuseeland fliegen.
Während die Vorbereitungen auf die Saison 2002/03 also bereits auf Hochtouren laufen, sorgt die geplante neue Start-Regel für Abfahrt und Super G weiter für Missfallen. Da diese Neuerung aber noch nicht schriftlich vorliegt, betrachtet Giger sie noch nicht als bindend. Sollte dem aber so sein, dann wird das ÖSV-Team mit Sicherheit dagegen protestieren.
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