Mittwoch, 3. Juli 2002

Mutola peilt in Zürich zehnten 800-m-Sieg in Serie an

  • 16 Jahresweltbeste beim Weltklasse-Meeting am Start
  • Quintett noch im Jackpot-Rennen um 50 kg Gold

Das Leichtathletik-Golden-League-Meeting in Zürich trägt den Beinamen Weltklasse zurecht. Gleich 16 Jahresweltbeste stellen sich am Freitagabend (ab 19.35 Uhr) der Konkurrenz, wobei vor allem auf 800-m-Europameisterin Jolanda Ceplak bei der Generalprobe für ihren Linz-Auftritt am Montag, wo sie Jagd auf den 1.000-m-Weltrekord machen will, eine extrem schwere Prüfung wartet. Die Slowenin bekommt es wie drei Tage später beim Gugl-Meeting mit Olympiasiegerin und Weltmeisterin Maria Mutola aus Mosambik, die ihren zehnten Zürich-Sieg in Serie anpeilt, zu tun.

Neben den 800-m-Rennen - bei den Herren wird das Duell von Weltrekordler und Europameister Wilson Kipketer aus Dänemark mit Lokalmatador und Weltmeister Andre Bucher den Letzigrund in einen Hexenkessel verwandeln - versprechen vor allem die 100-m-Rennen Hochspannung: Der britische Europameister Dwain Chambers will US-Weltrekordler, -Olympiasieger und -Weltmeister Maurice Greene zum bereits dritten Mal in dieser Saison die Fersen zeigen. Und auch bei den Frauen ist für Brisanz gesorgt, wenn Frankreichs neue Sprinthoffnung Muriel Hurtis, bei der EM in München Goldmedaillengewinnerin über 200 m, auf Olympiasiegerin Marion Jones trifft.

Marion Jones noch ungeschlagen
Die in dieser Saison noch ungeschlagene Jones hat heuer bisher bei all ihren Auftritten in der Golden League überzeugt und zählt zu jenem Quintett, das sich vor dem fünften Meeting der höchsten IAAF-Kategorie noch Hoffnungen auf dem großen Zahltag im September machen darf. Neben der US-Sprintqueen haben noch Marokkos Mittelstrecken-Superstar Hicham El Guerrouj, Hürdenläufer Felix Sanchez aus der Dominikanischen Republik, die Mexikanerin Ana Guevara über 400 m sowie Hürdensprinterin Gail Devers aus den USA nach jeweils vier Siegen die Chance, den mit 50 kg Gold bzw. knapp 540.000 Euro gefüllten Jackpot zu knacken. Dafür müssten sie nach Zürich auch noch in Brüssel (30.8.) und in Berlin (6.9.) gewinnen.

15 Europameister am Start
Damit die Traditionsveranstaltung in der Schweiz auch im Jahr 2002 wieder das mit Abstand beste Meeting der Saison wird, dafür sollen zahlreiche Gipfeltreffen in den insgesamt 18 Bewerben sorgen. Insgesamt 15 frisch gebackene Europameister, 13 neue Afrika-Meister sowie 13 Commonwealth-Sieger treffen auf dem Letzigrund auf die creme de la creme der US-Athleten, die sich insgesamt drei Wochen zu Hause intensiv auf den Beginn des zweiten internationalen Meeting-Blocks in Europa vorbereitet hat. Das Teilnehmerfeld von "Weltklasse Zürich" umfasst neben der Flut an Champions der Saison 2002 noch 21 Weltmeister von Edmonton 2001, zehn Olympiasieger von Sydney 2000 sowie sechs Weltrekordler.

3.7.2002 10:37