Donnerstag, 4. Juli 2002

USA warnen Besitzer von Flugzeugen!!

  • 3 Tote auf Flughafen, Flugzeug-Crash fordert 4 Todesopfer
  • FBI: Kein Terror-Hintergrund!

Die US-Regierung hat die Eigentümer und Betreiber von Kleinflugzeugen am Freitag zu erhöhter Vorsicht und Wachsamkeit aufgerufen, da Terroristen versuchen könnten, diese Maschinen für Anschläge zu benutzen. Die Verkehrssicherheitsbehörde erklärte, ihr lägen "glaubhafte Hinweise" vor, dass Terroristen Anschläge planten. Der Todesschütze vom Flughafen in L.A. ist identifiziert: Der Fernsehsender CNN berichtete, dass es sich bei dem Täter um den 41 Jahre alten Hesham Mohamed Hadayet handelt.

Die US-Behörden fordern Eigentümer und Betreiber von Kleinflugzeugen auf, die Maschinen gut zu sichern, die Ausweise aller Beatzungsmitglieder und Passagiere zu prüfen und sicher zu stellen, dass keine unidentifizierte Ladung oder Gepäckstücke an Bord sind.

Es wurde für möglich gehalten, dass Terroristen sich auf Grund der verschärften Sicherheitsvorkehrungen auf den Großflughäfen und in Linienflugzeugen sich nun auf kleinere Flugplätze und Maschinen konzentrieren könnten.

Der Todesschütze von L.A. ist identifiziert
Der Fernsehsender CNN berichtete, dass es sich bei dem Täter um den 41 Jahre alten Hesham Mohamed Hadayet handelt. Der ursprünglich aus Ägypten stammende Mann hat in Kalifornien gelebt. Bei der Schießerei kamen neben dem Täter ein 46 Jahre alter Diamantenhändler und eine 20 Jahre alte El-Al-Angestellte - eine Israelin - ums Leben. Unter den Verletzten ist auch der El-Al-Sicherheitschef am Flughafen. In einem Vorort von Los Angeles stürzte in der Nacht eine Stunde nach der Schießerei ein Kleinflugzeug offenbar wegen technischer Probleme in eine belebte Parkanlage.
Der Ägypter schoss in einer Warteschlange im Flughafengebäude von LA um sich und traf dabei einen 46-jährigen Mann sowie eine 20-jährige Frau. Beide starben später im Krankenhaus. Der Schütze wurde von einem El-Al-Sicherheitsbeamten durch Schüsse getötet. Mindestens sieben Menschen wurden verletzt. Der leitende Untersuchungsbeamte der US-Bundespolizei FBI, Richard Garcia, bezeichnete die Tat als "isolierten Vorfall". Bürgermeister James Hahn und die Polizei von Los Angeles verfügten nach eigenen Angaben über keinerlei Hinweise für einen terroristischen Hintergrund.

Der israelische Außenminister Shimon Peres ging von einem gezielten Anschlag aus. Der Angreifer habe das Ziel gehabt, Israelis zu schaden, wurde Peres vom israelischen Militärrundfunk zitiert. Er sei sicher, dass amerikanische und israelische Sicherheitskräfte gemeinsam "die Angreifer" dingfest machen würden. Der israelische Verkehrsminister Ephraim Sneh sagte CNN, die Tat gebe "allen Grund anzunehmen, dass es sich um einen Terrorakt handelt".

Jetabsturz: Vier Tote, darunter ein Baby
In San Dimas, einem östlichen Vorort von Los Angeles, stürzte ein zweimotoriges Kleinflugzeug kurz nach dem Start wegen technischer Probleme in einen Park, in dem Hunderte den Unabhängigkeitstag feierten. Bei den Toten handelt es sich um den 44-jährigen Piloten und ein zwölfjähriges Mädchen, das sich mit seiner Familie in dem Park befand. Ferner starben ein Erwachsener und ein 15 Monate altes Baby. Das zweimotorige Privatflugzeug habe zunächst mehrere Bäume gestreift und sei dann auf eine Wiese gestürzt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Bis zu sechs Verletzte schwebten in Lebensgefahr, unter ihnen zwei Kinder.

Der kalifornische Gouverneur Gray Davis sagte vor Journalisten, der Pilot habe vor dem Absturz zwei Notrufe abgesetzt. Ein terroristischer Hintergrund sei somit auszuschließen. CNN berichtete, der Pilot der zweimotorigen Maschine habe kurz nach dem Start auf einem nahe gelegenen Flugfeld für Kleinflugzeuge Schwierigkeiten gehabt, Höhe zu gewinnen und daraufhin um Hilfe gefunkt.

Bush: Nicht vor Terror ängstigen!
US-Präsident George W. Bush hatte die Amerikaner aufgefordert, sich durch Terrorängste nicht vom Feiern abhalten zu lassen. Die Behörden täten alles, um Bedrohungen fern zu halten. Allein in Washington waren mehr als 2000 Beamte im Einsatz. Der Luftraum über der Hauptstadt und anderen großen Städten wurde wie kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September von Kampfflugzeugen überwacht. Traditionell finden am 4. Juli große Volksfeste mit Feuerwerken statt. Viele Familien nutzen den Tag zu Familienfeiern.

Amerikaner feierten Independence Day
Zum patriotischen Fest wehten in Millionen Vorgärten amerikanische Fahnen. Viele Männer, Frauen und Kinder waren von Kopf bis Fuß in den Nationalfarben rot, weiß und blau gekleidet. Die Supermärkte waren ebenfalls ganz auf die Stars und Stripes der US-Flagge eingestimmt: Picknickdecken, Plastikbesteck, Zahnputzbecher, Abfalleimer, Kerzen, Lichterketten, Schmuck und Kleidung gab es überwiegend in rot, weiß und blau.

4.7.2002 21:07