Flugzeugabsturz auf zentralafrikanische Hauptstadt
- Bisher zwölf Leichen entdeckt - rund 20 Tote befürchtet
- Maschine fiel in Wohngebiet
Bei einem Flugzeugabsturz über der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui sind vermutlich 23 Menschen ums Leben gekommen. Lediglich zwei Passagiere hätten den Unfall überlebt, teilte der Flughafen von N'Djamena in Tschad mit, wo die Boeing 707 am Donnerstag gestartet war. 17 der verunglückten Passagiere stammten demnach aus Tschad.
Die Frachtmaschine war auf dem Weg in die Republik Kongo in einem dicht besiedelten Wohngebiet zerschellt. Nach Polizeiangaben wurden bis zum frühen Nachmittag etwa zwölf Leichen aus den Trümmern geborgen. Auch ein Flugschreiber der Unglücksmaschine sei gefunden worden.
Die zentralafrikanische Regierung sprach von "mehreren Opfern" und drückte den Hinterbliebenen ihr Mitleid aus. Die Unglücksstelle wurde abgeriegelt; Rettungskräfte suchten nach möglichen weiteren Überlebenden. Die Besatzung der Maschine, zunächst hatte die afrikanische Luftsicherheitsbehörde ASECNA von einer Boeing 737 gesprochen, hatte nach Flughafenangaben vor dem Absturz technische Probleme gemeldet und um außerplanmäßige Landeerlaubnis gebeten.
Die Boeing 707 war das einzige Flugzeug von NewGomair, einer im Osten der Demokratischen Republik Kongo ansässigen Fluggesellschaft, wie es aus dem Flughafen von Goma hieß. Der Unternehmensleiter von NewGomair befand sich nach Angaben eines seiner Mitarbeiter an Bord der abgestürzten Maschine. Die Boeing wurde nach Angaben des Flughafens in Goma für die kongolesische Gesellschaft Prestige Airways betrieben.
Die Produktion der Boeing 707 wurde vor über zehn Jahren eingestellt; bis dahin hatte das Unternehmen allein für die zivile Luftfahrt mehr als 1.000 Maschinen des Typs verkauft.
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