USA wollen Saddam Husseins Stiefsohn abschieben
- Saffi bleibt vorerst in Untersuchungshaft

Der in den USA festgenommene Stiefsohn des irakischen Präsidenten Saddam Hussein, Mohammed Saffi, bleibt weiter in Haft und soll abgeschoben werden. "Er ist wegen einer Verletzung der Einwanderungsbestimmungen in Untersuchungshaft", sagte ein Sprecher der Einwanderungsbehörde am Donnerstag.
Ziel sei es, ihn in seine Heimat zurückzuschicken. Zur Dauer des Abschiebeverfahrens wollte sich der Sprecher nicht äußern. Saffi wird in Miami im US-Staat Florida festgehalten, weil er nach Angaben der Behörde kein Visum für die Teilnahme an einem Flugseminar besessen hatte. Er war am Mittwoch in einem Hotel in Miami festgenommen worden.
Die Festnahme erfolgte durch Mitarbeiter einer Anti-Terror-Einsatzgruppe. Das FBI machte keine Angaben dazu, woher die Informationen stammten, die zur Festnahme Saffis führten. Der Zusammenhang sei verdächtig erschienen, hatte ein Vertreter der US-Einwanderungsbehörde gesagt. Flugschüler müssen in den USA bei den Behörden ein spezielles Studentenvisum beantragen. Diese Regelung war nach den Anschlägen vom 11. September verschärft worden, da einige der Luftpiraten zuvor Kurse an US-Flugschulen belegt hatten.
Der 1966 geborene Saffi war den Angaben zufolge von Neuseeland aus in die USA gereist. Einem Bericht des "Neuseeland Herald" zufolge war Saffis Mutter Ende der 80er Jahre eine Geliebte Saddam Husseins und heiratete den irakischen Herrscher später. Saffis Vater sei früher ein hochrangiger Mitarbeiter der staatlichen irakischen Fluglinie gewesen. Saffi lebe mit seiner Familie seit mindestens 1997 in Auckland Neuseeland und arbeite bei der "Air New Zealand", berichtete das Blatt. US-Präsident George W. Bush hat den Irak gemeinsam mit dem Iran und Nordkorea als "Achse des Bösen" bezeichnet, die den internationalen Terrorismus unterstütze.
Am 11. September steuerten Moselm-Extremisten entführte Passagierflugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Center in New York und das US-Verteidigungsministerium bei Washington. Eine vierte Maschine stürzte über unbewohnten Gebiet in Pennsylvania ab. Rund 3000 Menschen kamen ums Leben.
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