Samstag, 6. Juli 2002

Kleinflugzeug in Kindberg abgestürzt

  • Wiener Ehepaar kam dabei ums Leben

Kleinflugzeug in Kindberg abgestürzt: Das Unglück forderte vermutlich zwei Tote. Dem Roten Kreuz zufolge gibt es keine Überlebenden. Das Flugzeug - ersten Angaben zufolge ein Ultralight-Gerät - stürzte aus noch ungeklärter Ursache gegen 13.45 Uhr auf eine Bundesstraße und ging in Flammen auf. Die Einsatzkräfte gingen davon aus, dass sich ein bis zwei Menschen an Bord befunden haben.

Das Fluggerät war nach Angaben des Roten Kreuzes als Attraktion bei einem Dorffest im nahe gelegenen Allerheiligen gestartet. Der Einsatzleiter der Hilfsorganisation berichtete, dass die Piloten keine Überlebenschance gehabt hätten. Das Ultra-Light-Gerät sei nach dem Absturz sofort in Flammen aufgegangen und völlig ausgebrannt.

"Für uns gab es nichts mehr zu tun", so der Rettungsmann. Die Hitze war so groß, dass das Kleinflugzeug völlig verschmolz. Auch die Rettungskräfte konnten vorerst nicht sagen, ob unter dem Schaumteppich ein oder zwei Tote liegen. Die Unfallstelle liegt etwa zehn Meter von der Straße entfernt.

Für alle Fälle wurde dennoch ein Suchtrupp losgeschickt, falls es einem Passagier vielleicht doch gelungen sein sollte, rechtzeitig abzuspringen. Die Chancen wurden jedenfalls als gering eingeschätzt. Ersten Vermutungen zufolge könnte es sich bei den Toten um ein Ehepaar handeln, das nicht aus der Steiermark stammt.

Bereits im Vorjahr hatte es beim Dorffest eine derartige Vorführung gegeben, hieß es. Ein professioneller Veranstalter ermöglichte derartige Rundflüge, es gab keine Zwischenfälle. Allerdings ist es in der Steiermark in den vergangenen Jahren häufiger zu Unglücksfällen mit "Ultralight"-Fliegern gekommen, bei denen immer wieder Todesopfer zu beklagen waren. Flugexperten hatten sich wiederholt sehr kritisch zu diesen Geräten geäußert.

6.7.2002 14:29