Kaprun-Prozess kostet bisher zwei Millionen Euro!
- Gutachter Muhr abgelöst: Prozess verzögert sich weiter
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Die wichtigsten Infos zum Prozess
Das Kaprun-Prozess hat - über den Daumen gepeilt - bereits zwei Millionen Euro verschlungen! Das schätzt Salzburgs Gerichtspräsident Grafinger. Und die Kosten werden weiter steigen. Denn am 20. November wurde die Verhandlung bis 13. Jänner unterbrochen. Ursprünglich hatte es geheißen, dass die Urteile Ende 2002 gefällt werden könnten... Grund für die neue, "enorme Verzögerung": Der umstrittene Brandsachverständige Muhr, der seit einigen Wochen aus gesundheitlichen Gründen nicht am Prozess teilnehmen konnte, schied endgültig aus dem Verfahren aus.
Gerichtsinsider berichten, dass statt Muhr ein anderer Gutachter bestellt werden soll. Muhr war vom gerichtlich beeideten Sachverständigen Bernhard Mitterauer, Vorstand des Institutes für Forensische Neuropsychiatrie der Universität Salzburg, neuerlich untersucht worden, nachdem ihm ein Arzt Verhandlungsunfähigkeit attestiert hatte.
Schwierigkeiten nach Ablöse Muhrs
Richter Seiss rechnet nach der Ablöse Muhrs mit Schwierigkeiten. Das Gutachten muss zwar verlesen werden, doch würden sich die Verteidiger wohl kaum ohne Erörterung damit zufrieden geben, meinte der Richter. Während des Prozesses war außerdem die These Muhrs, wonach der Heizstrahler das Inferno am 11. November 2000 am Kitzsteinhorn, bei dem 155 Menschen den Tod fanden, ausgelöst haben soll, immer mehr ins Wanken geraten. Er könne sich auch vorstellen, dass ein Mitarbeiter Muhrs das Gutachten behandelt. Allerdings sei dieser nicht ein gerichtlich beeideter Sachverständiger und somit wäre dies wieder problematisch. Der bereits jetzt als Sachverständige tätige Helmut Prader habe auch eher abgewunken.
Prozess bis 13. Jänner unterbrochen
Am 20. November wurde die Verhandlung mit der Vorführung von Filmen fortgesetzt und im Anschluss bis 13. Jänner unterbrochen.
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