Montag, 1. Juli 2002

An 27 Bezirksgerichten bleiben die Rollbalken unten

  • Schließungen in Niederösterreich, Steiermark und Tirol
  • Weitere Standorte folgen

Abheute, Montag, gibt es in Österreich 27 Bezirksgerichte weniger: Im Zuge der Gerichtsreform erfolgt per 1. Juli die Zusammenlegung einer ersten, großen Tranche von Standorten in Niederösterreich, in der Steiermark und in Tirol. In Niederösterreich sind 14 Gerichte betroffen, in der Steiermark elf und in Tirol zwei. Weitere Schließungen in anderen Bundesländern stehen bevor.

In der Steiermark erfuhren am Montag Anrufer in den Bezirksgerichten Oberwölz, Neumarkt, Mariazell, Kindberg, Eisenerz, Rottenmann, Gröbming, Birkfeld, Mureck, Wildon und Eibiswald: "Wir sind übersiedelt". Der politisch besonders umstrittene Standort Bad Aussee hat aus "technischen Gründen" noch eine Gnadenfrist bis 1.1.2004. An den aufgelassenen Standorten sollen weiterhin regelmäßig Amtstage abgehalten werden.

Die meisten Schließungen per 1. Juli 2002 hat Niederösterreich zu verzeichnen: 14 von 26 Gerichte werden gesperrt, es sind dies Aspang, Eggenburg, Groß-Enzersdorf, Hainburg, Hainfeld, Herzogenburg, Kirchberg am Wagram, Langenlois, Mank, Pottenstein, Poysdorf, Retz, St. Peter in der Au und Wolkersdorf. In Tirol sind zwei von 15 Standorten betroffen, nämlich Hopfgarten und Matrei.

Weitere Schließungen sind ab 1. Jänner 2003 in Oberösterreich, Salzburg und dem Burgenland vorgesehen.

1.7.2002 16:07