"Cobra neu" nimmt Betrieb auf
- Elitetruppe an sieben Orten Österreichs stationiert

Die neu formierte Elitetruppe der Sicherheitsbehörden, das Einsatzkommando Cobra", nahm am Montag in ganz Österreich seinen Betrieb auf. Innenminister Ernst Strasser (V) besuchte zusammen mit dem Cobra-Kommandanten Brigadier Wolfgang Bachler den oberösterreichischen Standort in der Bundespolizeidirektion Linz und wünschte den Mitgliedern der Einheit alles Gute für ihre künftige Arbeit.
Die "Cobra neu" ist aus den bisherigen Mobilen Einsatzkommanden (MEK), die bei den Bundespolizeidirektionen beispielsweise in Linz und Wels bestanden, den Sondereinsatzgruppen der Gendarmerie (SEG) bei den acht Landesgendarmeriekommanden und dem bisherigen Gendarmerie Einsatzkommando (GEK) - ebenfalls "Cobra" genannt - mit Hauptsitz in Wiener Neustadt gebildet worden. Die derzeitigen strategischen Standorte der neuen Truppe befinden sich in Wiener Neustadt, Graz, Linz und Innsbruck. Dazu kommen noch ab Jahreswechsel Außenstellen in Klagenfurt, Salzburg und Bregenz. Ziel ist, dass jeder Punkt in Österreich innerhalb von 70 Minuten erreicht werden kann.
Bisher waren bei allen Sondereinheiten insgesamt 730 Exekutivbeamte eingesetzt, bei der "Cobra neu" sollen es künftig rund 340 sein. Sie wurden aus den bisherigen Einheiten ausgewählt. Strasser betonte, es seien nun zwar weniger Beamte im Einsatz, ihre Qualität sei aber durch bessere Ausbildung und Ausrüstung gesteigert worden. Die Cobra soll künftig bei allen Gefährdungslagen ergänzend eingesetzt werden, wo mit den vorhandenen Kräften nicht das Auslangen gefunden werden kann. Die künftig nicht mehr benötigten Mitglieder der Sondereinsatzgruppen könnten nun verstärkt in normalen Einsatzbereich der Exekutive tätig sein. Das bringe insgesamt mehr Sicherheit für Österreich, stellte Strasser fest.
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