Heuer vermutlich alle GKKs im Minus
- Hauptverband erwartet Abgang von knapp 200 Mio. Euro
Im heurigen Jahr werden vermutlich alle Gebietskrankenkassen (GKK) rote Zahlen schreiben. Das geht aus einer im Mai erstellten Vorschau des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger für das Jahr 2002 hervor. Im Vorjahr hatte wenigstens noch die GKK Oberösterreich ein Plus in der Höhe von 12,6 Millionen Euro verzeichnen können. Insgesamt erwirtschafteten die neun GKKs im Vorjahr ein Defizit von 126,9 Mill. Euro. Für heuer wird ein Abgang von in Summe 198,5 Mill. Euro erwartet.
Das größte Defizit 2002 wird der GKK NÖ mit 76,9 Mill. Euro voraus gesagt, die Wiener GKK kommt laut der Prognose auf ein Minus von 52,1 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte noch die Wiener GKK mit 61,3 Mill. Euro die negative Bilanz vor den Niederösterreichern (minus 52,4 Mill. Euro) angeführt.
Am anderen Ende der Skala liegt die GKK OÖ mit einem erwarteten Abgang von 0,6 Millionen Euro, gefolgt von der GKK Burgenland mit einem Defizit von 4,3 Mill. Euro (2001: minus 1,5 Mill. Euro). Eine Verbesserung des Ergebnisses dürfte einzig den Kärntnern gelingen, die nach einem Minus von 7,3 Mill. Euro nun mit einem Abgang von 6 Mill. Euro rechnen.
Schlechter als im Vorjahr abschneiden dürften die GKKs aus Vorarlberg, Salzburg, Tirol und der Steiermark. Für die Vorarlberger erwartet der Hauptverband ein Minus von 14,5 Mill. Euro (2001: minus 6,2 Mill. Euro), für die Salzburger eines von 17,4 Mill. Euro (2001: minus 4,3 Mill. Euro). In Tirol wird ein Abgang von 8,4 Mill. Euro (2001: minus 3,1 Mill. Euro) prognostiziert, in der Steiermark einer von 18,3 Mill. Euro (2001: minus 3,4 Mill. Euro).
Nicht viel besser sieht es bei den Berufskrankenkassen aus. Lediglich die Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft darf mit einem nochmals gesteigerten Ergebnis von plus 18,4 Mill. (nach plus 12,5) rechnen. Die Eisenbahner rutschen dagegen voraussichtlich ins Minus (-2,2 Mill.) ab. Ebenfalls schwarze Zahlen dürften die öfffentlich Bediensteten (-1,9 Mill.), der Bergbau (-6,3 Mill.) und vor allem die Bauern (-25,5 Mill.) schreiben.
Für alle Träger der Krankenversicherung zusammen wird für das heurige Jahr ein Minus von 214,1 Mill. Euro (2001: 148,2 Mill. Euro) erwartet.
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