Luftkrieg der Diskont-Airliner um Österreich
- Ryanair fliegt ab sofort drei heimische Flughäfen an
- Bratislava soll "Vienna Express Airport" werden
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Gute Nachrichten zu Beginn der Urlaubszeit: Ticket-Diskonter Ryanair hebt ab sofort von drei heimischen Flughäfen ab! Billig-Carrier SkyEurope baut Bratislava zum "Vienna Express Airport" aus und EasyJet landet bereits in München und Zürich. Somit kommen endlich auch wir Österreicher in den Genuss billige Flugreisen buchen zu können.
Als hätte es AUA-Boss Vagn Sörensen nicht schon schwer genug, Österreichs Airline mit einem beinharten Sanierungskurs zurück in die schwarzen Zahlen zu führen, blasen nun Billig-Airlines mit Dumpingpreisen zum Frontalangriff. Zwar ist der Wiener Flughafen noch fest in AUA-Hand, aber rundum versuchen Low-Cost-Carrier, der arrivierten Austro-Airline das Wasser abzugraben.
Diskont-Airliner
Die irische Ryanair fliegt mit der eben eröffneten Route Klagenfurt-London/Stansted bereits die dritte Österreich-Destination an. Von Salzburg und Graz aus heben die Ryanair-Flieger bereits seit einigen Monaten zu Billigpreisen Richtung England ab. Mit SkyEurope hat es bereits eine neue Billig-Fluglinie auf die Österreicher abgesehen. Der österreichische Sky-Europe-Boss Christian Mandl vermarktet seinen slowakischen Heimatflughafen deswegen auch als "Vienna Bratislava Express Airport". Zusätzlich steht Europas größte Billig-Fluglinie EasyJet ebenfalls bereits vor der Tür und fliegt München und Zürich an. Das Österreich-Engagement wird derzeit geprüft.
Billig & Profitabel
Ryanairs Konzept ist so einfach wie erfolgreich: Kosten sparen, wo es geht. Abgehoben wird nur von "Sekundär-Flughäfen", die bei den Landegebühren deutlich billiger sind. London-Stansted ist der Heimatflughafen, der von 55 europäischen Städten aus angeflogen wird. Die Preise variieren je nach Auslastung des Fliegers zwischen zehn und 120 Euro (exkl. Gebühren). Das Service an Bord kostet extra. Die Flüge können nur online gebucht werden. Das Konzept geht voll auf. Die Ryanair war im vergangenen Jahr eine der weltweit erfolgreichsten Airlines und flog stolze 150 Mio. Euro Nettogewinn bei einem Umsatz von 624 Mio. Euro ein.
Lukratives Geschäft
Die Steigerungsraten der Billig-Airlines sind enorm. Die britische EasyJet, die nach der Übernahme des Low-Cost-Carriers "Go" Mitte Mai zum Branchenprimus avancierte, verdoppelte 2001 ihren Gewinn auf über 60 Mio. Euro. Kein Wunder, dass viele in diesen lukrativen Gewässern fischen wollen. Die seit 13. Februar aktive SkyEurope, hinter der österreichische, belgische und spanische Investoren stecken, hat Bratislava zu ihrem Heimatflughafen erkoren. Derzeit fliegt SkyEurope mit zwei Flugzeugen die Destinationen Venedig, Zürich, Prag, Split, Zadaran und Kosice an. Für heuer sind zwei weitere Flugzeuge bestellt, und die Destinationen werden ab September um Mailand, München sowie Berlin erweitert.
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