Libro Entertainment: Konkurs zu Wochenbeginn

·Libro-Pleite
Job-Angst: Dreißig Filialen sperren zu!
Der Libro-Konkurs zieht nun auch eine seiner ehemaligen Töchter in die Insolvenz. Die im September 2001 an eine Investorengruppe verkaufte Libro Entertainment GmbH wird Anfang der Woche Konkurs anmelden. Ein Zwangsausgleich soll angestrebt werden.
So soll der Gewinn bringende Ticketverkauf weitergeführt werden. Durch den Ausfall der Libro AG als Vertriebspartner, sei dem Unternehmen, das zuletzt 30 Mitarbeiter beschäftigte, mehr oder weniger sämtliche Geschäftsbereiche weggebrochen, begründet Hörmann den Schritt zum Handelsgericht.
Die Passiva der Libro Entertainment beziffert er mit rund 1,5 Mill. Euro, etwa die Hälfte davon entfällt auf Bankschulden, rund 100.000 stammen aus offenen Rechnungen der konkursanten Libro AG.
Die Libro Entertainment war laut Hörmann in 3 Geschäftsbereichen tätig: Produktion des Libro Journals, das Mitte Juni eingestellt wurde, in der CD-Produktion (Intonation), die durch den Konkurs der ehemaligen Mutter rund 70.000 Euro und den wichtigsten Vertriebspartner verliere und im Ticket-Verkauf, mit dem zuletzt mehr als 15.000 Euro Umsatz pro Tag erzielt worden seien. Durch die Libro-Pleite sei auch dieser Gewinn bringende Teilbereich eingestellt worden, der Telefonbetrieb (88088) sowie Internet-Verkauf (ticketline.cc) soll aber im Zwangsausgleich fortgeführt werden.
Konsequenzen hat der Ausgleich der Libro Entertainment auch für die heimische Konzertveranstalter-Szene. Die Veranstaltungstochter PromotersGroup Austria (PGA) - eine Plattform mehrerer heimischer Konzertveranstalter - wird aufgelöst. Eines der Mitglieder, die Rock Production, ist bereits in Konkurs. Die verbleibenden Partner - die Wiesen Festival Gesellschaft und die Peter Fröstl's Management - haben laut Hörmann ihre Pachtverträge mit der PGA gekündigt. Auch er selbst werde in seine "alte" Firma Artist Marketing - die von der Insolvenz nicht betroffen ist - zurückkehren und weiter im Veranstaltungsgeschäft bleiben.
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