FORMAT: Wiener bekommt 15 Shops am JFK-Airport
- Heimische Firmen sollen von Shopping Mall profitieren
- Der Airport-Deal (siehe Kasten)
Der Terminal 4 des New Yorker Flughafens John F. Kennedy (JFK) wurde vor einem Jahr als modernster Flugsteig der Vereinigten Staaten eröffnet. Gleichzeitig gab es eine Ausschreibung für die dort zu vergebenden Shoppingflächen insgesamt fünfzehn Läden, die an einen Betreiber mit geeignetem Know-how im Flughafengeschäft gehen sollten. Dieser Tage wurde in New York ein Zehnjahresvertrag abgeschlossen und zwar mit einem österreichischen Mittelbetrieb.
Der Wiener Unternehmer Rakesh Sardana, ein gebürtiger Inder, hatte bei einem Meeting in Montreal mit JFK-Lady Fish Kontakt aufgenommen und die Chance genutzt. Sardana erzielt derzeit mit 25 Geschäften am Vienna Airport, seinen innerstädtischen Souvenirläden namens Mostly Mozart, der ebenfalls im Zentrum angesiedelten Krawattenkette Tie Rack und seinem kürzlich eröffneten Kaviar House am Neuen Markt 24 Millionen Euro Jahresumsatz.
Die Amerikaner waren vor Vertragsunterzeichnung dreimal nach Wien gereist, um die Geschäfte des Wiener Flughafenzampanos genau unter die Lupe zu nehmen. Sardana: "Am Ende haben sie mit Frank Sinatra argumentiert: 'If you can make it there, you´ll make it anywhere.'" Denn schließlich hat das Flughafengeschäft keine nationale Prägung, schon gar nicht am JFK-Terminal 4, der von internationalen Linien wie KLM, AirLingus, Swiss, ELAL, Northwestern Airlines und diversen asiatischen Linien angeflogen wird.
JFK-Airport in rot-weiß-rot
Sardana will den berühmten Flughafen teilweise auch rotweißrot färben. "Das muß ein Österreicherterminal werden", sagt der Mann, der sich zwar "in der Seele als Inder, aber im Herzen als Österreicher" fühlt. So werden in seiner neuen Shopping Mall auch Swarovski oder Augarten vertreten sein. Außerdem plant er eine Repräsentanz heimischer Winzer und einen kleinen Laden mit Wiener Confiserie von der Mozartkugel bis zur Demel-Schokolade. Selbst der Ladenbau ist made in Austria: Die Firma Umdasch wird für fünf Millionen Euro die Regale und Kassenpulte bauen. Sardana: "Die Österreicher sind oft zu schüchtern, um sich international stark zu machen. Diesmal werden wir Flagge zeigen."
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