FORMAT: Eurofighter-Lobby droht mit Verlust von Jobs
- 4.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr
- Magna-Gründer Stronach intervenierte bei Regierung

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Wenige Tage vor der endgültigen Entscheidung über den Ankauf neuer Abfangjäger droht die Eurofighter-Lobby mit dem Verlust von rund 4.000 Arbeitsplätzen in der Steiermark. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.
Demnach hat Siegfried Wolf, Chef des Magna-Konzerns, bei diversen Regierungsmitgliedern zugunsten des vom EADS-Konsortium produzierten Eurofighters interveniert. Auch Magna-Gründer Frank Stronach (Bild) versuchte, Vizekanzlerin Riess-Passer eine geschlagene Stunde lang von den Qualitäten des Jets zu überzeugen.
Hintergrund: EADS-Großaktionär DaimlerChrysler vergibt jedes Jahr Milliardenaufträge an die steirischen Standorte des Magna-Konzerns. Die kaum verklausulierte Drohung der Eurofighter-Lobby: Bekommt EADS den Zuschlag nicht, kürzt DaimlerChrylser seine Aufträge in der Steiermark. Das würde rund 4.000 Jobs betreffen.
Wolf bestätigt gegenüber FORMAT seine Vorsprachen: "Ich habe der Frau Vizekanzlerin, dem Herrn Finanzminister und dem Herrn Wirtschaftsminister eindringlich meine Argumente für die sinnvollste Variante dargelegt. Es gibt ein zukunftsträchtiges Produkt aus Deutschland. Warum sollte man da einen Exoten aus Schweden nehmen?"
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