Mittwoch, 26. Juni 2002

Postbus-Streikführer droht mit heißem Herbst

  • Keine Einigung nach zweitägigem Streik
  • PLUS: Alles über den Streit zwischen Postbus und Regierung

Legt die Gewerkschaft das ganze Land lahm? Nach der Generalprobe droht Postbus-Betriebsrat und Streikführer Robert Wurm mit Dauerstreik im Herbst: "Alles steht, bis die Forderungen erfüllt sind."

Wenn Robert Wurm es will, stehen alle Postbus-Räder still. Nach dem eintägigen Warnstreik im Mai und dem zweitägigen Ausstand Mitte dieser Woche weiß der Betriebsratschef der Österreichischen Postbus AG über die Mechanismen gewerkschaftlicher Kampfmaßnahmen bestens Bescheid. "Jeder Aktionismus hilft", meint der gelernte Kfz Mechaniker, der den Abbau von einem Drittel der insgesamt 3.000 Postbus-Beschäftigten befürchtet. Denn: "Wenn wir’s nicht wenigstens versuchen, werden wir auch nichts erreichen."

Ein heißer Streik-Herbst droht
Der temporäre Stillstand der knapp 1.600 Postbusse samt massiven Versorgungsengpässen vor allem im ländlichen Raum war aber erst der Anfang. Spätestens nach Ende der Schulferien haben sich die 500.000 Fahrgäste – davon rund 400.000 Schüler und Lehrlinge – auf einen unbefristeten Streik einzustellen. Wurm: "Dann bleiben die Busse stehen, bis unsere Forderungen erfüllt werden." Das zentrale Anliegen: "Wir wollen das Unternehmen als Ganzes erhalten und lehnen den teilweisen Verkauf an private Busunternehmer strikt ab."

Lesen Sie alles zu den Streik-Plänen der Postbus-Fahrer im neuen NEWS

26.6.2002 22:13