Mittwoch, 26. Juni 2002

Erdöl-Förderquoten bleiben bis September unverändert

  • Ölpreis steigt im Vorfeld des OPEC-Treffens in Wien
  • Venezolaner Alvaro Silva wird Nachfolger von Ali Rodriguez

Die Minister der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) beraten am Mittwoch in Wien über die Förderquoten des Öl-Kartells. Nach Angaben eines Sprechers wird die OPEC ihre Ölförderquoten für zunächst drei Monate beibehalten. Der Rohölpreis ist am Dienstag im Vorfeld des Treffens weiter gestiegen.

Die OPEC-Länder hätten beschlossen, das Förderlimit bei 21,7 Mio. Barrel (1 Barrel = 157 Liter) und damit 6 Mio. Barrel unter der möglichen Kapazität zu belassen, sagte Katars Ölminister Abdullah El Attiyah. Zudem sei der Venezolaner Alvaro Silva zum Nachfolger des Generalsekretärs Ali Rodriguez ernannt worden.

Die OPEC hatte nach den Anschlägen vom 11. September ihre Förderung im Verbund mit den Nicht-Mitgliedern Russland und Norwegen deutlich gedrosselt, um einem einsetzenden Preisverfall gegenzusteuern. Russland kündigte nun am Dienstag an, seine Förderung zum 1. Juli wieder um 150.000 Barrel pro Tag zu erhöhen.

Der Ölpreis ist am Dienstag im Vorfeld des Treffens der Opec-Ölminister in Wien weiter gestiegen. Am Vorabend der OPEC-Ministerkonferenz verteuerte sich ein Barrel (knapp 159 Liter) der marktführenden Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im August an der Londoner Warenterminbörse International Petroleum Exchange (IPE) um 26 US-Cents auf 25,53 Dollar. Unterstützt wird der festere Preistrend Händlern zufolge zudem von den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten.

26.6.2002 10:35