1 Verletzter bei Explosion im griechischen Hafen Piräus
- Vermutlich Anschlag einer Untergrundgruppe

Bei einer Explosion in einem Fahrkartenschalter im griechischen Hafen Piräus ist nach Polizeiangaben am Samstagabend ein Mann verletzt worden. Wahrscheinlich habe der Mann Sprengstoff mit sich geführt, der im Schalterraum der Reederei Hellas Flying Dolphins explodiert sei. Hinter der Explosion stecke vermutlich eine griechische Untergrundgruppe. Der Verletzte sei ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Der Tatort wurde abgesperrt.
Polizisten entdeckten einen zweiten Sprengsatz sowie ein Gewehr und eine Handgranate. Die Explosion ereignete sich zu Beginn der Sommersaison, in der viele Touristen auf ihrer Reise zu den griechischen Inseln die Fähren des Hafens nutzen. Piräus liegt bei der Hauptstadt Athen und ist der größte Hafen des Landes.
Der Anschlag weise auf eine Stadtguerilla hin, teilte die Polizei mit, ohne eine der Gruppen zu benennen. Zu der Explosion bekannte sich zunächst niemand. Linke Untergrundgruppen haben wiederholt Anschläge in Griechenland verübt. Die Gruppe "17. November" wird seit ihrem Auftauchen 1975 für den gewaltsamen Tod von 23 Griechen und Ausländern verantwortlich gemacht. Keines ihrer Mitglieder ist jemals verhaftet worden.
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