Tourismus-Einbruch in Tunesien seit Djerba-Attentat
- 40 Prozent weniger Touristen - Vor allem weniger Deutsche
·Djerba-Opfer
Tunesier spenden eine Million Euro
·Djerba-Terror
El Kaida bekennt sich offiziell via TV
Seit dem Anschlag auf die Synagoge der Ferieninsel Djerba ist die Zahl ausländischer Touristen in Tunesien dramatisch eingebrochen. Das teilte der Tourismus-Ausschuss des deutschen Bundestages Ende Juni 2002 mit. Der Vorsitzende des Gremiums Ernst Hinsken meinte in Berlin, seit April 2002 kämen 40 Prozent weniger Touristen als im Vorjahreszeitraum. Vor allem viele Deutsche blieben fern.
Das Terrornetzwerk El Kaida hatte sich kürzlich zu dem Anschlag bekannt, bei dem am 11. April 2002 19 Menschen, darunter 14 deutsche Touristen, getötet worden waren. Der Außenminister sagte, die tunesischen Sicherheitskräfte arbeiteten weiter an der Aufklärung des Anschlags. Dabei werde auch mit deutschen, europäischen und US- amerikanischen Experten kooperiert.
Anerkennend äußerten sich die Vertreter der Fraktionen im Bundestagsausschuss über den inzwischen erreichten Sicherheitsstandard in Ägypten. Auch dort habe es bei 750.000 deutschen Reisenden pro Jahr einen Rückschlag um 15 bis 20 Prozent gegeben. Inzwischen seien jedoch die Sicherheitseinrichtungen etwa an Stätten des Altertums, in Flughäfen und Hotels durch Schleusen, spezielle Verkehrsführungen, den Aufbau einer Tourismuspolizei und den Einsatz von Militär massiv verstärkt worden. Das Sicherheitsniveau sei mit dem deutscher Flughäfen vergleichbar, hieß es.
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