Iran erneut von Erdbeben erschüttert
- Weiter Unklarheit über Opferzahlen vom Wochenende
- 95.000 Obdachlose

Nur drei Tage nach dem schweren Erdbeben in Iran sind der Norden und Westen des Landes in der Nacht zu Dienstag erneut von Erdstößen erschüttert worden. Das Beben in der bereits stark zerstörten Provinz Kaswin erreichte die Stärke von 4,0 auf der Richterskala, wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA meldete.
Am Samstag waren bei dem verheerenden Erdbeben mit der Stärke von 6,0 auf der Richterskala amtlichen Angaben zufolge 229 Menschen ums Leben gekommen, 1.300 weitere wurden verletzt. Die UNO schätzte die Zahl der Toten dagegen auf mehrere Hunderte; 2.000 bis 4.000 seien verletzt worden.
Seit dem Erdbeben sind in der Region nach offiziellen Angaben 95.000 Menschen obdachlos. Viele von ihnen verbrachten auch die Nacht zum Dienstag wieder im Freien. Nach Angaben des Krisenstabs im Teheraner Innenministerium wurden in den zwei am stärksten betroffenen Provinzen Kazwin und Hamedan rund 20.000 Häuser in 60 Dörfern total zerstört oder schwer beschädigt. Sechs Ortschaften sollen komplett in Schutt und Asche liegen.
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