Mindestens 200 Tote durch Zugunglück in Tansania
- Reisezug kollidierte mit Güterzug
- Rettungskräfte befürchten weitere Opfer

Bei einem Zugunglück in Tansania sind mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen. In den entgleisten Waggons würden noch weitere Opfer befürchtet, sagte der Leiter der Rettungskräfte, John Kitimba, am Montag. Ein mit rund 300 Passagieren besetzter Reisezug war am frühen Morgen (Ortszeit) auf dem Weg von der Hauptstadt Daressalam in den Westen des Landes bei Dodoma mit einem Güterzug zusammengeprallt. Die meisten Waggons entgleisten.
Zunächst hatte die Polizei mitgeteilt, 47 Leichen seien aus dem Zug geborgen worden. 40 Reisende seien verletzt worden. Die Angaben über den Ablauf des Unglücks gingen auseinander. In einigen Berichten hieß es, der Reisezug sei etwa 400 Kilometer westlich von Daressalam frontal mit einem entgegen kommenden Güterzug zusammengestoßen. In anderen Berichten war die Rede davon, dass der Reisezug rückwärts auf den Güterzug geprallt sei.
Der Unfall ereignete sich gegen 8.00 Uhr (Ortszeit) zwischen den zentralen Bahnhöfen Igendu and Msagali. Die Reisenden waren auf dem Weg von der Hauptstadt Daressalam im Osten nach Kigoma im Westen und Mwanza im Nordwesten des Landes. Verkehrsminister Mark Mwandosya eilte zusammen mit weiteren Regierungsvertretern zum Unglücksort.
Der staatliche Rundfunk in Tansania sprach vom bisher schwersten Zugunglück in der Geschichte des Landes. Im benachbarten Mosambik waren erst vor einem Monat 192 Menschen ums Leben gekommen, als ein Zug nahe der Hauptstadt Maputo entgleiste. Im Jänner 1993 starben in Kenia mehr als 140 Reisende, als ein Zug von einer Brücke stürzte. Vor 15 Jahren kamen 150 Menschen im damaligen Zaire östlich von Tansania bei einem Unglück an einem unbeschrankten Bahnübergang ums Leben.
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