Schüsse in Dortmund forderten zwei Menschenleben
- Hintergründe weiter unklar

Bei einer Schießerei in der Dortmunder Innenstadt sind nach Angaben der Polizei am Montagmittag zwei Menschen ums Leben gekommen. Über die näheren Umstände beziehungsweise weitere Verletzte sowie den Tathintergrund könne er noch keine Angaben machen, sagte ein Sprecher der Exekutive.
Bei den Toten handelt es sich nach ersten Angaben der Staatsanwaltschaft um Türken, desgleichen bei einem Schwerverletzten, der mit den Getöteten verwandt ist. Der andere Schwerverletzte ist ein Grieche. Bei ihm könne es sich um ein Zufallsopfer handeln, hieß es. Drei der Opfer wohnten in Dortmund.
Schauplatz war eine Straße in einem Wohn- und Geschäftsviertel der Innenstadt. Über den Tathergang lagen zunächst keine Erkenntnisse vor; Zeugenvernehmungen waren im Gang. Staatsanwalt Albert Keil erklärte ausdrücklich, es sei nicht aus einem fahrenden Auto heraus geschossen worden, wie es in ersten Darstellungen geheißen hatte.
Die Tat sei vermutlich von mehreren Personen begangen worden, berichtete Keil. Verwendet worden seien wahrscheinlich Faustfeuerwaffen, also Pistolen oder Revolver. Die Getöteten waren laut Keil 1981 beziehungsweise 1975 geboren, der verletzte Türke ist Jahrgang 1977.
In jüngster Zeit hat es in Dortmund eine Serie von Feuerüberfällen gegeben. Vor einer Woche wurde ein 26-jähriger Türke aus einem fahrenden Auto heraus angeschossen, er erlitt einen Oberschenkeldurchschuss. Die Tat ist noch nicht geklärt. Am vergangenen Mittwoch wurde ein 39 Jahre alter Albaner vor einer Gaststätte angeschossen. Er trug einen Beinsteckschuss davon. Hinweise auf Zusammenhänge zwischen den Taten gibt es bisher nicht.
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