Donnerstag, 27. Juni 2002

Neues Gesetz gegen "Drängler" auf der Straße

  • Künftig gilt 1 Sekunde Abstand bis zu Tempo 100
  • Strafen bis zu 2.180 Euro oder Führerscheinentzug

Ab Freitag geht es wieder los: Die Sommerreisewelle rollt durch Österreich. Grund ist der Ferienbeginn in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. 1,6 Millionen Österreicher werden diesen Sommer mit dem Auto in den Urlaub fahren, das sind 20 % mehr als im Vorjahr. Jeder fünfte Unfall wird unmittelbar durch Drängler ausgelöst. Auf der Autobahn ist es sogar jeder zweite. Klare Regeln und Gesetze gibt es in Österreich in Bezug auf das Drängeln nicht. Das soll sich nun ändern: Minister Reichhold schickt heute einen Gesetzesentwurf in Begutachtung.

Künftig soll bis zu Tempo 100 ein Mindestabstand von 1 Sekunde gelten, von 100 bis Tempo 130 werden 1,5 Sekunden vorgeschrieben. Für leichte Übertretungen sind Strafen von bis zu 36 Euro geplant, für schwere Verstößte (verbunden mit Nötigung) bis zu 2.180 Euro. Auch ein Führerscheinentzug ist möglich.

Jährlich bis zu 50 Tote durch Drängeln
Tatort Straße: Zu knappes Auffahren fordert jährlich 50 Tote und 13.000 Verletzte. Eine Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit besagt, bei zwei Drittel der Drängler handelt es sich um Männer in dunklen Autos im Alter von 18 bis 25 Jahren.

27.6.2002 12:27