Schüler fordern "Feedback statt Noten"
- AKS: "50.000 Repetenten, 1,7 Mrd. Schilling für Nachhilfe
- "Millionen blanke Nerven - Schulnoten Nein Danke"

Den Schülern reichts, sie wollen keine Noten mehr. Rechtzeitig zum Schulschluss fordert der Bundesvorsitzende der Aktion kritischer SchülerInnen (AKS), Niki Kowall, eine Reform der Leistungsbeurteilung, mit der Noten durch schriftliche Feedbacks ersetzt werden.
Kowall verweist im Zusammenhang mit dieser Forderung auf Finnland, den "Sieger" des Ländervergleichs über Schülerleistungen (PISA-Studie), wo es bis zur 7. Schulstufe gar keine Noten gebe.
"Menschen mit Ziffern zu kategorisieren widerspricht schon von vornherein einer differenzierten Beurteilung und dient eher der unkomplizierten Selektion und Verwertung", erklärte Kowall in einer Aussendung. Nach Ansicht des vor zwei Tagen neu gewählten AHS-Landesschulsprechers von Wien, Emil Rennert, würden sich viele Schüler ungerecht beurteilt fühlen, aber nicht wissen, wie sie sich wehren sollen. Rennert, der laut Aussendung selbst einen Fünfer im Zeugnis hat, wünscht sich deshalb eine unabhängige SchülerInnenanwaltschaft im Rahmen der Kinder und Jugendanwaltschaft, um gegen ungerechte Behandlung vorgehen zu können.
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