Neunjähriger Meningitis-Patient in OÖ gestorben
- Elfjährige auf dem Weg der Besserung
Jener neunjährige Bub aus Niederwaldkirchen (Bezirk Rohrbach) in Oberösterreich, der an der gefährlichen bakteriellen Meningokokken-Meningitis erkrankt war, ist Donnerstagabend im Linzer Kinderkrankenhaus gestorben. Das zweit infizierte Kind, ein elfjähriges Mädchen, sei bereits fast wieder gesund, so der behandelnde Arzt.
"Fast alle Organe des Buben waren von der Infektion betroffenen und der Neunjährige ist ohne das Bewusstsein wiederzuerlangen an Herzversagen gestorben", so der behandelnde Arzt Klaus Schmitt am Freitag im Gespräch mit der APA.
Der zweite derzeitige Fall von Meningitis in Oberösterreich, bei dem ein Mädchen erkrankt ist, verlaufe völlig konträr: "Das Mädchen ist bereits wieder fast gesund und muss lediglich noch für diverse Routine-Untersuchungen im Kinderkrankenhaus bleiben", so Schmitt.
Gefährlich: Ansteckung über Tröpfcheninfektion
Warum bei manchen Menschen die Meningokokken-Meningitis ausbricht, könne nicht gesagt werden, erklärte Eva Magnet von der Landessanitätsdirektion. Die Ansteckung erfolge über eine Tröpfcheninfektion. "Es gibt Träger, die diese Krankheit haben und es nicht wissen", sagte Magnet. Bei rechtzeitigem Erkennen ist diese Meningitis eine behandelbare Erkrankung. So wie im Fall des elfjährigen Mädchens: Da sei sie "gut ausgegangen".
Die Erkrankung der beiden Kinder sei statistisch gesehen "keine Häufung der Fälle", betonte Magnet. Grund zur Panik sei nicht angebracht. Alle Personen, die mit den Kindern in den vergangenen Tagen engen Kontakt hatten, wurden mit Antibiotika behandelt, um eine Ansteckung zu verhindern.
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