"Gesunde" Tomaten & Salat getestet: Pestizide drin!
- AK Test: 2 Drittel der Salat-Proben waren belastet
- Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln

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AK: Konsumenten besser schützen!
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Pestizide im 3/4 von Obst & Gemüse
Gemüse, vor allem Salat, ist ja so gesund! Aber ein neuer AK-Test bestätigt wieder einmal, was Umweltschützer-Tests in den letzten Monaten immer wieder ergaben: Pestizide in den knackigen Vitaminspendern! Der Einkauf in 13 Wiener Supermärkten und bei Markständen zeigt: 11 der 16 Salatproben enthielten Pestizide! Das galt auch für 3 der 11 Tomatenproben.
Auf einem Salat aus Österreich wurden sogar drei verschiedenen Pestizide gefunden.
So weit man von einer guten Nachricht reden kann: Pestizid-Grenzwerte wurden nicht überschritten, DDT und Nitrofen wurden nicht nachgewiesen. Die Konsumenten brauchen mehr Sicherheit. Daher fordert die AK: Mehr Kontrollen, Untersuchungsergebnisse rasch und laufend für die Konsumenten veröffentlichen und "Wiederholungssünder" bekannt geben. Außerdem muss eine Regelung für eine Obergrenze bei mehreren Pestiziden am Produkt kommen.
Zur Untersuchung
Nach der Untersuchung von ausländischen Weintrauben und Erdbeeren wollten die Konsumentenschützer nun auch wissen, wie "schadstoffreich" vor allem österreichisches aber auch ausländisches Gemüse ist. Sie haben Ende April insgesamt 27 Salate und Paradeiser in 13 Wiener Supermärkten und von Marktständen eingekauft. In den Einkaufskorb kamen davon 16 Salatproben (14 aus Österreich, jeweils eine aus Spanien und Italien) und 11 Paradeiserproben (6 aus Österreich, zwei aus Holland, jeweils eine aus Spanien, Italien und der Türkei). Die Untersuchung führte QöLab Austria durch.
Schadstoffe gefunden
+ Mehr als zwei Drittel der Salate enthalten Pestizide 11 der 16 Salatproben enthielten Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln. Dabei wurden bei einem österreichischen Salat bis zu drei Pestizide geortet.
Die Grenzwerte wurden bei keiner der untersuchten Proben überschritten. DDT und Nitrofen wurden auch nicht gefunden.
Die nachgewiesenen Mengen an Pestiziden betrugen von 0,18 bis 31 Prozent des Grenzwertes. Bei Salaten, bei denen zwei oder drei verschiedene Pestizide festgestellt wurden, macht die Summe der Anteile der gefundenen Schadstoffe - prozentuell berechnet auf den jeweiligen Grenzwert - von 6,2 bis maximal 32,7 Prozent aus.
+ Tomaten nicht so "schadstoffreich"
Bei den Tomaten waren die Ergebnisse besser: Nur 3 der 11 untersuchten Proben (27 Prozent) enthielten Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmittel. Beim Anbau von Paradeisern wird offenbar schonender vorgegangen - kein einziges Produkt wies mehr als zwei Pestizide auf. Grenzwerte wurden nicht überschritten. DDT und Nitrofen wurden ebenfalls nicht nachgewiesen, zeigt der AK-Test.
Die nachgewiesenen Mengen an Pestiziden betrugen von 1,5 bis 4,6 Prozent des Grenzwertes. Bei einer Tomaten-Probe mit bis zu zwei Pestiziden lag die Summe der Anteile bei 6,1 Prozent der Grenzwerte.
Drei Viertel der untersuchten Produkte waren gänzlich unbelastet. Diese waren je zur Hälfte aus Österreich und aus dem Ausland.
Von wo kommt das Gemüse?
Anzahl der Proben bei
Salaten Paradeisern Keine Schadstoffe 5 (Österreich) 8 (4 Ö, 2 I, 1 Nl, 1 E) 1 Pestizid 8 (7 Ö, 1 I) 2 (1 Ö, 1 E) 2 Pestizide 2 (1 Ö, 1 E) 1 (Türkei) 3 Pestizide 1 (Österreich) 0 Über dem Grenzwert 0 0 I...Italien; Nl...Niederlande; E...Spanien; Ö...Österreich
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