Haider weist Forderung der Kärntner Slowenen zurück
- "Überhaupt kein Handlungsbedarf"
Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (F) hat die Forderung der Kärntner Slowenen nach zweisprachigen Ortstafeln in 394 Ortschaften des Bundeslandes zurückgewiesen. "Dieser Vorschlag ist völlig indiskutabel. Wenn es heute weniger slowenische Volksangehörige gibt, kann es nicht mehr Ortstafeln geben", wurde Haider Donnerstag früh im ORF-Radio zitiert. Haider wolle angesichts der jüngsten Volkszählung in Österreich über den Vorschlag der Slowenen nicht einmal reden.
Sollten die Kärntner Slowenen diese Forderung oder den Wunsch nach einer neuen Prozentklausel bei der nächsten Konsenskonferenz einbringen, erachte Haider weitere Verhandlungen für sinnlos, berichtete der Sender. "Dann werden wir sehr bald die Gespräche beenden. Das wäre für die Volksgruppe das schlechteste, denn das Gesetz ist vollziehbar, wir haben überhaupt keinen Handlungsbedarf", sagte Haider.
Der Vorschlag des Landeshauptmanns sieht laut dem Bericht vor, zweisprachige Ortstafeln nur in Gemeinden und Ortschaften aufzustellen, in denen mindestens ein Drittel der Wahlberechtigten sich für eine solche Regelung aussprechen.
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