Selbstmordversuch durch Geisterfahrt: 3 Verletzte
- Freundin hatte 28-Jährigen betrogen
Geisterfahrt aus Liebeskummer: Am Dienstagabend ist ein 28-jähriger Linzer auf die falsche Richtungsfahrbahn der A 7, der Mühlkreisautobahn, aufgefahren - absichtlich. Der Mann hatte seinen Selbstmord bei der Linzer Polizeidirektion angekündigt. Nach einem Kilometer kollidierte er seitlich mit einem - mit zwei jungen Männern besetzten - Pkw. Alle drei kamen mit leichten Verletzungen davon. Der Geisterfahrer wurde wegen "vorsätzlicher Gemeingefährdung" angezeigt.
Gegen 20.00 Uhr fuhr der 28-jährige Kraftfahrer mit "quietschenden Reifen" vor der Polizeidirektion auf und ab, so Höckner von der Linzer Polizei. Ein Polizist, der auf die Straße eilte, wollte mit dem Mann reden und fragte, was da los sei. Die Antwort des Kraftfahrers: "Fangt mich, ihr A.., fangt mich." Seine Freundin habe ihn betrogen, er finde keinen anderen Ausweg als den Tod. Dann "brauste er weg", sagte Höckner.
Anschließend raste der 28-Jährige Richtung Autobahn und fuhr bei der "Prinz-Eugen-Straße" auf die falsche Richtungsfahrbahn auf. In "Schlangenlinien", aber "ohne die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu übertreten", ging die Fahrt auf der Mühlkreisautobahn weiter, bis zur Ausfahrt "Nebinger Knoten", schilderte Höckner. Dort kollidierte das Auto dann mit dem Wagen eines 23-Jährigen aus Leonding. Der Unfall endete glimpflich, der Leondinger hatte den Geisterfahrer bemerkt und versucht, auszuweichen.
Der 23-Jährige und sein Beifahrer, ein 21-Jähriger aus Ansfelden, wurden im Linzer Allgemeinen Krankenhaus ambulant behandelt. Der Geisterfahrer wurde vom Amtsarzt in das Wagner-Jauregg-Krankenhaus eingeliefert. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl wegen "vorsätzlicher Gemeingefährdung" erlassen. Zudem hatte der 28-Jährige ein Promille Alkohol im Blut, so Höckner.
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