Österreicher gegen Privatisierung öffentlicher Dienste
- 60 Prozent durch Entwicklung "beunruhigt"
60 Prozent der Österreicher sind über den weltweiten Trend, öffentliche Dienste wie Gesundheitswesen, Wasserversorgung oder das Bildungssystem zu Privatisieren "beunruhigt". Das geht aus einer Umfrage des Institut for Social Research and Analysis (SORA) hervor, die heute in Wien bei einer Pressekonferenz zum WTO-Dienstleistungsabkommen GATS präsentiert wurde.
37 Prozent der Österreicher beunruhigt die Möglichkeit, dass diese Entwicklung auch in Österreich eintreten könnte "sehr", 23 Prozent "eher". Nur elf Prozent der Befragten lassen sich gar nicht aus der Ruhe bringen.
Auch auf die Frage, ob eine staatliche oder eine private Regelung für Schulbildung, Gesundheits- und Pensionsvorsorge, Umweltschutz oder Berufsausbildung vorgezogen wird, plädiert die Mehrheit "sehr", bzw. "eher" für staatliche Institutionen. Am höchsten ist der Anteil der Staats-Befürworter bei der Schulbildung mit 85 Prozent, gefolgt vom Gesundheitssystem (82 Prozent) und Umweltschutz (76 Prozent).
Bei der Pensionsvorsorge können sich immerhin schon ein Viertel der Befragten private Regelungen vorstellen, 68 Prozent nicht. Beim Thema Berufsausbildung steigt die Befürwortung von privaten Institutionen auf 41 Prozent gegenüber 54 Prozent, die auch hier staatliche Regelungen vorziehen.
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