Kinderpornoaffäre: 300 Anzeigen liegen vor
- Rund 330 Hausdurchsuchungen im April
·Mitstimmen!
Härtere Strafen für Kinderpornographie
·Mrd.-Geschäft
Weltweit 250.000 Kunden
Sieben Monate nach der Kinderporno-Großrazzia, bei der im April österreichweit mehr als 300 Hausdurchsuchungen durchgeführt worden waren, liegen nach ORF-Berichten rund 300 Anzeigen vor. Knapp die Hälfte davon komme aus Wien, wo nach wie vor Beweismaterial gesichtet werde. In allen anderen Bundesländern sei die Aktion laut Bundeskriminalamt bereits abgeschlossen.
Bei den angezeigten Personen handle es sich nicht um Händler, sondern um Konsumenten von Kinderpornografie. Bei der Aktion im April kam es zu rund 330 Hausdurchsuchungen, an die 280 Verdächtige wurden ausgeforscht. Insgesamt waren fast 300.000 Beweismittel - unter anderem PC, Laptops, Videokassetten und Magazine - gesichert worden, die Hälfte davon allein in Wien.
Anzeige in 16 Fällen zurückgezogen
In den meisten Fällen wurden die Beamte auch fündig: Nur 16 Mal wurde bisher Anzeigen zurückgezogen, da entweder die Kreditkarte des Verdächtigen tatsächlich missbraucht worden war oder kein einschlägiges Material auf der Festplatte gefunden wurde. Zwei Journalisten konnten glaubhaft machen, dass sie die Bilder für Recherchezwecke herunter geladen haben.
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