Freitag, 21. Juni 2002

Bartenstein trifft Amtskollegen aus D und CH

  • 25. Drei-Länder-Wirtschaftsminister-Treffen in Murten, Schweiz

Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein trifft heute Nachmittag und morgen im schweizerischen Murten seine Amtskollegen Werner Müller (D) und Pascal Couchepin (CH). Es ist das 25. traditionelle Dreiertreffens der Wirtschaftsminister Österreichs, Deutschlands und der Schweiz.

Thema des Treffens sind die internationale Wirtschaftslage, die Handelsbeziehungen sowie aktuelle Fragen der EU, insbesondere die Osterweiterung und die Integrationspolitik der Schweiz, teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag mit. Des weiteren werden auch multilaterale Fragen wie zum Beispiel WTO-Themen diskutiert.

EU-Erweiterung
Die drei Wirtschaftsminister werden sich vor allem mit den ökonomischen und handelspolitischen Aspekte der EU-Osterweiterung sowie den Entwicklungen des Europäischen Konvents beschäftigen. In Zusammenhang mit der EU-Integration der Schweiz seien am 1. Juni die bilateralen Abkommen in Kraft getreten. Eine weitere Annäherung der Schweiz erfolge durch die Verhandlungen in den Bereichen Dienstleistungen, Medien, die Teilnahme an Schengen, Betrugsbekämpfung und die Besteuerung von Zinserträgen.

Rasche WTO-Fortschritte
Bezüglich der neuen WTO-Verhandlungsrunde ist das gemeinsame Ziel der drei Länder, die Verhandlungen rasch in die operative Phase zu bringen, um bei der nächsten WTO-Ministerkonferenz im September 2003 in Cancun (Mexiko) erste Ergebnisse präsentieren zu können. Bartenstein werde auch die Frage der WTO-Beitrittsverhandlungen Russlands sowie einiger südosteuropäischer Staaten zur Diskussion stellen, hieß es weiter.

Die österreichischen Exporte in die Schweiz sind 2001 auf Grund von Sonderfaktoren (Wartungsarbeiten an Flugzeugen und höhere Goldexporte der OeNB) um 15,4 Prozent auf 3,74 Mrd. Euro zurückgegangen. Ohne diese steigen sie um 4,7 Prozent. Die österreichischen Importe aus der Schweiz erhöhten sich im Vorjahr um 1,5 Prozent auf 2,32 Mrd. Euro. In absoluten Zahlen ist die Schweiz hinter Deutschland, Italien und den USA der weltweit viertgrößte Abnehmer österreichischer Produkte.

In Außenhandel mit dem mit Abstand wichtigsten Handelspartner Österreichs, Deutschland, stiegen die Exporte um 3,7 Prozent auf 24,11 Mrd. Euro, die Importe um 4,4 Prozent auf 31,87 Mrd. Euro. Das Handelsvolumen mit Deutschland ist damit etwa 4 Mal so groß wie das mit Italien.

21.6.2002 11:44