Hitzewelle: Wasser boomt, Handel stöhnt
- Baden statt Shopping ist angesagt
- Arbeitsmoral leidet unter tropischen Temperaturen
Die Hitzewelle der vergangenen Tage zeigt Auswirkungen auf die Wirtschaft. Abfüller von Mineralwasser und Fruchtsäften freuen sich über Steigerungen von bis zu 70 Prozent. Der Handel klagt über leere Geschäfte. Denn statt Shopping ist Baden angesagt! Dazu kommt, dass die Arbeitsmoral bei tropischen Temperaturen leidet.
Branchen, deren Geschäft das kühle Nass ist, können sich freuen. Eistee, Fruchtsaft und Mineralwasser lassen bei den Herstellern die Kassen klingeln. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad steigen die Umsätze kräftig. Auf die Zeit von Mai bis August fällt der Großteil des jährlichen Getränkekonsums in Österreich, wie das Wirtschaftsblatt berichtet.
Derzeit ist der Absatz sogar weit über dem Schnitt. Rauch verkaufte in den vergangenen Tagen laut Vertriebschefin Daniela Kapelari um 70 Prozent mehr. "Je heißer das Wetter, umso höher der Absatz bei den Getränken", bestätigt auch Manuela Sigl von Spar.
Logistische Schwierigkeiten
Rauch fährt derzeit im Drei-Schicht-Betrieb. Um die Nachfrage aus Vorarlberg stillen zu können, wird um Spediteure gerangelt. Bei Wirten freut die Hitze vor allem jene mit großen Gastgärten. Bei den Speisen ist der Umsatz magerer - die meisten bestellen nur Salat. Im Gastgarten explodiert der Verkauf dafür.


