Mittwoch, 19. Juni 2002

Rekord 2001 für Verpackungsverwerter ARGEV

  • Sammelnetzwerk neu formiert
  • Kosten seit 1994 um fast ein Drittel gesenkt

Die Verpackungsverwertungsgesellschaft ARGEV meldet einen neuen Sammelrekord für das vergangene Jahr. Die Gesamtmenge an Leicht- und Metallverpackungen aus den Haushalten, der Industrie sowie dem Gewerbe erreichte 2001 fast 201.000 Tonnen.

Die aus den Haushalten gesammelte Menge stieg um gut 7 Prozent auf mehr als 111.400 Tonnen. Diese Zahlen teilte die ARGEV am Mittwoch in Wien mit.

Für die ARGEV war das abgelaufene Jahr von einer Neugestaltung ihres bundesweiten Netzwerks an kommunalen und privaten Leistungspartnern sowie von einer Weiterentwicklung der Sammelsysteme geprägt.

Gelber Sack
Über 80.000 Haushalte wurden zusätzlich an das Sammelsystem mit dem "Gelben Sack" angeschlossen. Mit Ende 2001 hatten damit bereits insgesamt knapp 1,1 Millionen Haushalte den "Gelben Sack" für Leichtverpackungen. Zudem standen den heimischen Haushalten über 200.000 "Gelbe Tonnen" für Leichtverpackungen und 48.000 "Blaue Tonnen" für Metallverpackungen zur Verfügung.

"Das Sammelvolumen für Leichtverpackungen", so ARGEV-Geschäftsführer Franz Buchal, "wurde somit um rund vier Prozent auf knapp 4,2 Millionen Kubikmeter ausgebaut, das für Metallverpackungen um 0,6 Prozent auf rund 917.000 Kubikmeter reduziert."

1,3 Millionen Tonnen
Seit 1993 hat die ARGEV nach eigenen Angaben rund 1,3 Millionen Tonnen Altstoffe selbst gesammelt, rund 80.000 Tonnen Verpackungen zusätzlich erfasst und über eine Million Tonnen Verpackungen aussortiert und zur Verwertung übergeben.

Die Stückkosten der Verpackungssammlung sind nach Angaben der ARGEV seit 1994 auf Grund von Produktivitätssteigerungen um 32 Prozent gesenkt worden. Im europäischen Vergleich seien das die stärksten Kostensenkungen, so ARGEV-Geschäftsführer Christoph Scharff. Im Vorjahr seien sie um fünf Prozent auf den bisherigen Tiefstand reduziert worden.

Die Tarifentlastungen der ARGEV-relevanten ARA-Lizenztarife mit 1. Jänner 2001 hätten sich für die heimische Wirtschaft mit Einsparungen von rund 20,7 Mill. Euro ausgewirkt, für 2002 habe man die Tarife neuerlich entlastet und zwar um rund 2,3 Mill. Euro. Erstmals seien dabei auch die Tarife für Metallverpackungen deutlich reduziert worden.

19.6.2002 13:12